Pfennigbauer, Friedrich

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Friedrich Pfennigbauer OCist

Friedrich Pfennigbauer OCist

Abt des Zisterzienserstiftes Lilienfeld 1958–1968

* 26. Feb. 1909 Flandorf, Hagenbrunn, NÖ
† 24. Jan. 1968 Wien

Rudolf Pfennigbauer, Sohn eines Gastwirts und Fleischhauers, begann nach der Hauptschule eine Kaufmannslehre und bereitete sich neben dieser Tätigkeit auf die Matura vor, die er in Klosterneuburg ablegte. Nach der Matura Eintritt in Wilhering (Ordensname Friedrich), Philosophie- und Theologiestudium im Chorherrenstift St. Florian, Novizenmeister in Wilhering 1938 bis 1946, Pfarrvikar 1942 bis 1945, Rentmeister und Prior 1945 bis 1953, Wahl zum Abtkoadjutor in Lilienfeld unter Vorsitz von Erzbischof Andreas Rohracher von Salzburg als Apostolischem Visitator und Abtpräses Karl Braunstorfer von Heiligenkreuz am 9. Juni 1953.

Abt Friedrich, der zugleich auch das Amt des Waldmeisters übernommen hatte, betrieb eine aufwendige Bau- und Restaurierungstätigkeit: Neubau der Pfarrkirche Traisen 1958 bis 1964, Bau eines Studentenheimes in Horn, das vorwiegend der Mittelschulausbildung für Ordensinteressenten von Lilienfeld dienen sollte, Bauzeit 1958 bis 1964, zur besseren Verwendung des Buchenholzes als Baustoff Errichtung des Domcalorwerkes zur Erzeugung von Bitumenkork und -ziegeln 1960 bis 1969, Eröffnung des Bundesrealgymnasiums im Kaisertrakt des Stiftes 1967. – Die vielen Unternehmungen überstiegen aber die Finanzkraft des Stiftes, zu einer teilweisen Abdeckung der Forderungen kam es durch Verkauf des Forstrevieres Kleinzell an das Stift Herzogenburg 1961.

Abt Friedrich war Kammerrat der niederösterreichischen Landeslandwirtschaftskammer 1955 bis 1968 und seit 1959 erster Assistent der Österreichischen Zisterzienserkongregation. Er starb am 24. Jänner 1968 an Gehirnschlag im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien und wurde am 27. Jänner in der Äbtegruft in Lilienfeld beigesetzt.

Eugen Müller


D:

Vest.: 19. Aug. 1931; Prof.: 20. Aug. 1932, 20. Aug. 1935; Abbas: el. 9. Juni 1953, ben. 16. Aug. 1953.

L:

Müller, Eugen: Professbuch des Zisterzienserstiftes Lilienfeld. St. Ottilien: EOS, 1996, S. 424–425.

Normdaten:

GND: 106394517 · BEACON-Findbuch

Zitierempfehlung: Pfennigbauer, Friedrich, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 21.11.2014, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Pfennigbauer,_Friedrich