Recke, Vitus

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Vitus Recke OCist

Vitus Recke OCist

2. Abt von Himmerod

* 24. Nov. 1887 Bickenriede
† 18. Jan. 1959 Trier

Der 1887 im thüringischen Eichsfeld geborene Valentin Recke trat in jungen Jahren in die Trappistenabtei Mariastern in Banja Luka ein. Nach dem Theologiestudium in Rom wurde er im April 1914 ebenda zum Priester geweiht und danach als Divisonspfarrer in einem Lazarett an der mazedonischen Front eingesetzt. Nach Kriegsende sammelte er die aus dem Militärdienst entlassenen deutschen Mönche der Abtei Mariastern, die wegen der politischen Umwälzungen infolge des Krieges nicht in ihr Professkloster zurückkehren konnten, und fand mit ihnen in der säkularisierten Klosterruine Himmerod eine neue Heimat. Unter dem ersten Abt Karl Münz wurde Pater Vitus Subprior und 1919 Prior. Nachdem Abt Karl wegen der nationalsozialistischen Repressalien 1936 resigniert hatte und nach Itaporanga in Brasilien gegangen war, wurde Vitus Recke zum Abt gewählt und an Mariae Lichtmess von Bischof Bornewasser benediziert.

Abt Vitus Recke führte die Abtei durch die Zeit des zweiten Weltkriegs, während der das Kloster als Lazarett diente. Sein Lebenswerk war der 1952 begonnene Wiederaufbau der Barockkirche, deren Weihe 1960 er nicht mehr erlebte. Er starb am 18. Januar 1959 im Trierer Brüderkrankenhaus an den Folgen eines Herzinfarkts. 1971 wurden seine sterblichen Überreste in die Abteikirche umgebettet.

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Genealogie:

V.: Franz Recke (1850–1918); M.: Maria Eckstein

Daten:

Prof.: 18. Juni 1905; Sac.: 19. April 1914; Abbas: el. 5. Jan. 1937, ben. 2. Feb. 1937.

Bibliographie:

Grundhöfer, Heinz: Abt Vitus Recke OCist von Himmerod zum 50. Todestag. In: Kreisjahrbuch Bernkastel-Wittlich 2009, S. 342–344

Normdaten:

GND: 1051212413 · BEACON-Findbuch

Zitierempfehlung: Recke, Vitus, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 30.12.2015, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Recke,_Vitus