Regnault, Malachie

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Malachie Regnault

Malachie Regnault

Titularprior von Tamié 1861–1871, Abt von La Grâce-Dieu 1871–1887

* 19. Aug. 1805 Aurelles, Dép. Aube
01. März 1887 Grâce-Dieu

Malachie Regnault, Taufname Nicolas, geboren am 19. August 1805 in Aurelles im Département Aube, als Sohn von Jean-Baptiste Regnault und Claudine Pajot, trat am 7. Juli 1852 in die Zisterzienserabtei strengerer Observanz („Trappisten“) La Grâce-Dieu in der Franche-Comté ein und wurde am 8. August 1852 als Novize eingekleidet. Am 15. August 1853 legte er die feierliche Profess ab.

Nachdem Abt Benoît Michel am 12. Oktober 1861 die Gebäude der ehemaligen Zisterzienserabtei Tamié im 1860 zu Frankreich gekommenen Savoyen gekauft hatte, wurde er als Führer der zwölfköpfigen Gründungsgruppe dorthin geschickt, um den Aufbau zu leiten. Die Gemeinschaft wurde schnell größer, 1869 bestand sie schon aus 38 Mönchen. Die Gebäude mussten instandgesetzt und eine Lebensgrundlage für den Konvent geschaffen werden. Zu diesem Zweck ließ Dom Malachie auf Anordnung der Mutterabtei Grâce-Dieu eine Mühle errichten. Um die Summe zu tilgen, schickte Dom Malachie kleine Gruppen von Mönchen auf Spendensammelreisen durch Savoyen, Frankreich, Österreich, Irland und England.

Nachdem Abt Benoît Michel am 15. November 1870 gestorben war, wurde Regnault am 21. Januar 1871 zum Nachfolger gewählt und am 21. März 1871 benediziert.

Als die französische Regierung 1880 die antiklerikalen Dekrete vom 19. März 1879 (Offensive anticléricale) umsetzte, wurden die Mönche mit militärischer Gewalt aus Grâce-Dieu vertrieben (6. Nov. 1880) und gingen ins Exil nach Neudorf (N.-D. de La Providence) im österreichischen Kronland Krain (Slowenien). Abt Malachie wurde wegen seines Alters gestattet, mit einigen Konversen in Grâce-Dieu zu bleiben (in zivil), um den Betrieb des Sägewerks und der Mühle aufrechtzuerhalten. Dort starb er am 1. März 1887.

gge


Daten:

Vest.: 8. Aug. 1852; Prof.: sol. 15. Aug. 1853; Abbas: el. 21. Jan. 1871, ben. 21. März 1871.

Literatur:

Abbaye Notre-Dame de La Grâce-Dieu: L'Abbaye cistercienne Notre-Dame de La Grâce-Dieu 1139–1989. Besançon: Université de Franche-Comté ; Paris : diff. les Belles Lettres, 1989 · Cte. de Saint-Saud: Armorial des prélats français du XIXe siècle. Paris: Daragon, 1906, p. 333 · Registre Grâce Dieu 1 (Choristes).

Zitierempfehlung: Regnault, Malachie, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 17.1.2015, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Regnault,_Malachie