Schenkl, Assumpta

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

M. Assumpta Schenkl OCist

Assumpta Schenkl OCist

42. Äbtissin von Seligenthal; Priorin von Kloster Helfta

* 11. Aug. 1924 Waldkirchen
† 24. April 2009

Assumpta Schenkl wurde 1924 in Waldkirchen bei Passau als einziges Kind eines Gymnasiallehrers geboren und auf den Namen der hl. Gertrud von Helfta getauft. Nach Abitur (1943) und Reichsarbeitsdienst absolvierte sie eine Ausbildung zur Volksschullehrerin und erhielt im Herbst 1948 ihre erste Anstellung als Dorfschullehrerin im Bayerischen Wald. Nach vier Jahren wurde sie in ihre Heimatstadt Passau versetzt. Im September 1954 trat sie als Kandidatin in die Abtei Seligenthal ein. Als Klosternamen erhielt sie »Maria Assumpta«, die (im Himmel) Aufgenommene.

Von 1956 bis 1960 studierte sie an der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität Deutsch und Latein für das Lehramt und unterrichtete 30 Jahre diese Fächer am klostereigenen Gymnasium. Im Kloster Kantorin, dann Subpriorin und Priorin, wurde sie an Pfingsten 1987 zur 42. Äbtissin gewählt. Neben ihren Aufgaben in Seligenthal kümmerte sie sich um die Niederlassung in Bolivien und war von 1988 bis 2000 Präsidentin der Kommission für die Gleichstellung der Frauen im Orden. Neben ihren Aufgaben in Seligenthal kümmerte sie sich um die Niederlassung in Bolivien und war von 1988 bis 2000 Präsidentin der Kommission für die Gleichstellung der Frauen im Orden und führte dort das von Äbtissin Columba Baumgartner begonnene Werk fort. Beim Generalkapitel im Jahr 2000 durften die Äbtissinnen zum erstenmal stimmberechtigt teilnehmen.

Mit Erreichen des 75. Lebensjahres trat sie 1999 zurück und ging als Priorin in das Kloster Helfta in Eisleben, dessen Aufbau sie bis zu ihrem plötzlichen Tod 2009 leitete. Daneben übte Äbtissin Assumpta eine umfangreiche Vortragstätigkeit aus, in der sie sich vorwiegend mit der Mystik der drei heiligen Frauen von Helfta beschäftigte und veröffentlichte ihre Gedanken und geistlichen Erfahrungen in mehreren Schriften.

Für ihr Wirken als Äbtissin wurde Assumpta Schenkl von der Stadt Landshut mit dem Goldenen Ehrenring geehrt und erhielt den Bayrischen Verdienstorden.

Assumpta Schenkl verfasste mehrere Bücher mit geistlicher Lyrik.


Werke:

Im Schweigen begegnest du deinem Gott. (2002) · Steh auf meine Freundin und komm: Geistliche Gedichte in Anlehnung an das Hohelied. St. Ottilien: EOS, 1994 · Ich liebe die Liebe: Gebete und Gedichte. Fürth: Maristen Druck und Verlag · Mit Sehnsucht sehnte ich mich: Von der Sehnsucht Gottes nach dem Menschen und der Sehnsucht des Menschen nach Gott. Fürth: Maristen Druck und Verlag

Quelle:

Nachruf

Literatur:

Hansen, Christiane: Äbtissin M. Assumpta Schenkl O.Cist. (1924–2009). ACi 60 (2010) 387–392.

Auszeichnungen:

Goldener Ehrenring der Stadt Landshut · Bayerischer Verdienstorden · Goldmedaille des Romanik-Preises des Landestourismusverbandes Sachsen-Anhalt.

Normdaten:

GND: 129929697 · BEACON-Findbuch

Zitierempfehlung: Schenkl, Assumpta, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 8.12.2015, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Schenkl,_Assumpta