Schmeger, Malachias

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Malachias Schmeger OCist

Malachias Schmeger OCist

57. Abt von Lilienfeld

* 20. Feb. 1753 Rodingersdorf, NÖ
† 16. Feb. 1826 Lilienfeld

Der 1753 in Rodingersdorf geborene Franz Schmeger (Schmöger) war 1774 in das Stift Lilienfeld eingetreten und 1778 zum Priester geweiht worden. Er war anfangs Kooperator im Stift, 1780 in Unterretzbach, 1782 in Lilienfeld und 1784 wieder in Unterretzbach. Nach der Wiedererrichtung des Stiftes 1790 trat er wieder in das Kloster ein, blieb aber auf seiner Pfarrstelle, bis er am 4. Okt. 1793 das Amt des Stiftsökonomen übernahm. 1795 wurde er zum Prior, Waldmeister und Pfarrvikar in Lilienfeld ernannt, übernahm 1797 wieder die Stelle des Pfarrers in Unterretzbach und wurde als solcher 1811 Vizedechant und 1818 Dechant.

Am 4. August 1819 wurde er zum Abt gewählt, nicht zuletzt aus Dankbarkeit für seine finanzielle Unterstützung zum Wiederaufbau der Stiftsgebäude nach dem Brand von 1810, für die er 36.000 Gulden durch gute Weinwirtschaft in Unterretzbach aufgebracht hatte.

Abt Malachias erwarb sich Verdienste im Wiederaufbau der durch das Feuer zerstörten Gebäude, scheiterte aber mit dem Versuch, in der Zeit des nachjosephinischen Staatskirchentums die Ordensdisziplin zu heben und das gemeinsame Chorgebet wieder einzuführen. Die Pfarrseelsorge blieb die wichtigste Aufgabe der Stiftsmitglieder.

Schmeger starb nach sechsjähriger Regierung und wurde auf dem Ortsfriedhof in Lilienfeld beigesetzt.

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Daten:

Vest.: 20. Nov. 1774; Prof.: 23. Feb. 1777; Sac.: 1778; Abbas: el. 4. Aug. 1819, ben. 10. Aug. 1819.

Bibliographie:

Müller, Eugen: Professbuch Lilienfeld, St. Ottilien: EOS, 1996, S. 335f.

Zitierempfehlung: Schmeger, Malachias, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 5.7.2013, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Schmeger,_Malachias