Schoen, Thomas

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Thomas Schoen

Thomas Schoen OCist

3. Abt der Zisterzienserabtei Bornem 1901–1934

* 24. Jan. 1861 Steenbergen, Niederlande
† 25. Dez. 1934 Bornem

Thomas Schoen, Taufname Constantinus, entstammte einer bürgerlichen Familie in dem hollandischen Städtchen Steenbergen im Bistum Breda. Er absolvierte die humanistischen Studien in dem von Weltpriestern der Diözese Mecheln geleiteten Collegium in Herentals (Belgien) nahe der holländischen Grenze und trat dann in die Zisterzienserabtei Bornem ein.

Das Ordensgewand empfing er am 8. November 1881 aus den Händen des Abtes Robertus Van Ommeren und legte am 13. November 1882 die Profess ab. Am 18. Dezember 1886 wurde er von dem späteren Kardinal Goossens in Mecheln zum Priester geweiht. Die nächsten vier Jahre lebte er im Kloster und unterrichtete sonntags in der Bornemer Dorfschule. Ende Dezember 1890 wurde er von seinem Abt zum zweiten Kaplan in Oudenbosch ernannt (29. Dez.), von welcher Position er am 22. Oktober 1901 unter dem Vorsitz seines Vorgängers Amedeus de Bie, der als Generalabt nach Rom gewechselt war, zum Abt der Sint-Bernardusabdij Bornem gewählt wurde. Die Benediktion erhielt er am 21. November 1901.

Während seiner Amtszeit wurde 1903 der (zweite) an den Westflügel anschließende Anbau mit der Krankenstation und dem Abteiarchiv gebaut. In seine Zeit fiel auch der erste Weltkrieg mit der Besetzung Belgiens durch die deutsche Armee.

Er starb 1934. Sein Nachfolger wurde Godefridus Indewey.

gge, Dez. 2014


Daten:

Vest.: 8. Nov. 1881; Prof.: 13. Nov. 1882; Sac.: 18. Dez. 1886; Abbas: el. 22. Okt. 1901, ben. 21. Nov. 1901.

Literatur:

Sterbebild · CistC 13 (1901), S. 370–373.

Zitierempfehlung: Schoen, Thomas, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 14.11.2017, URL: http://www.biocist.org/wiki/Schoen,_Thomas