Schulz, Benedikt

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Benedikt Schulz

Benedikt Schulz

39. und letzter Abt des Zisterzienserstiftes Neuberg 1776–1786

* 10. Jan. 1735 Weitra, Niederösterreich
† 12. Aug. 1797 Graz, Steiermark

Schulz' Vater war Stadtrichter in Weitra und sorgte für eine gute Erziehung des Sohnes. Der beendete die Humanitätsklassen und die philosophischen Studien in Wien und trat dann als Novize in das Zisterzienserstift Neuberg in der Obersteiermark ein. Dort studierte er Theologie. 1757 zum Priester geweiht, wurde er Kurat in Spital am Semmering, dann in St. Stephan im Kreis Judenburg und schließlich Pfarrer in Kapellen im Mürztal. Von dort ins Stift zurückberufen, lehrte er dort Theologie und war als Stiftsekretär tätig, bis ihn seine Mitbrüder am 30. August 1776 zum Abt wählten. In den folgenden zehn Jahren ordnete er die zerrütteten finanziellen Verhältnisse des Klosters, das mit kaiserlichem Dekret vom 18. Februar 1786 aufgehoben wurde.

Der ehemalige Abt ging dann nach Graz und fand eine Anstellung als Gubernialrat für geistliche Angelegenheiten bei der Regierung (Gubernium) Innerösterreichs. 1791 zum Rektor des Grazer Generalseminars ernannt, blieb er in dieser Funktion bis drei Jahre später die Generalseminarien aufgehoben wurden. Danach wurde er wieder als Gubernialrat an das steiermärkische Gubernium berufen und erhielt dort das Referat der geistlichen Angelegenheiten, das er bis zu seinem Tod 1797 versah.

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Daten:

Prof.: 20. Aug. 1757; Prim.: 29. April 1759; Abbas: el. 30. Aug. 1776.

Literatur:

Wurzbach, Constant: Biographisches Lexikon des Kaisertums Österreich 32 (1876), S. 202–203. · Pichler, Franz Sales: Die Habsburger Stiftung Cistercienser Abtei Neuberg in Steiermark, Wien 1884.

Zitierempfehlung: Schulz, Benedikt, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 5.9.2012, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Schulz,_Benedikt