Seligenporten

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Seligenporten

Felix Porta
Ort: Pyrbaum, Bayern
Observanz: OCist
gegründet: 1930
aufgehoben: 1967

Seligenporten, lat. Felix Porta, ehemalige Zisterzienserabtei im Markt Pyrbaum in der Oberpfalz (Diözese Eichstätt); gegründet 1930, besiedelt 1931 mit den Mönchen der aufgegebenen Abtei Bronnbach, 1967 aufgehoben.

Geschichte

Die 1242 als Nonnenkloster gegründete Abtei wurde 1247 dem Zisterzienserorden inkorporiert und bestand bis 1556. 1625 rekatholisiert, wurde das Kloster 1671 den Salesianerinnen von Amberg gegeben. Nach der Säkularisation 1803 gingen die Gebäude und Besitzungen in private Hände über und wurden größtenteils abgebrochen.

1929 erwarben Zisterziensermönche aus Bronnbach an der Tauber, die 1921 Sittich in Slowenien verlassen hatten, die noch verbliebenen Gebäude. Die Abtei Seligenporten wurde am 7. Mai 1930 durch Papst Pius XI. kanonisch errichtet. Nach umfangreichen baulichen Veränderungen – u. a. wurde der Nordflügel neu errichtet – bezogen am 16. Juli 1931 Abt Bernhard Widmann und sein Konvent die Gebäude. 1940 mussten die Klostergebäude der Volksdeutschen Mittelstelle zur Verfügung gestellt werden, nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1955 wurde das erste Stockwerk der beiden Klosterflügel dem Landkreis Neumarkt als Altersheim vermietet. Zeitweise wurde auch ein Likör hergestellt, das „Seligenportener Klostergold“, wobei Kräuter aus dem eigenen Klostergarten verwendet wurden.

1967 löste sich der Konvent wieder auf, die Gebäude wurden verpachtet, später verkauft. Die Klosterkirche, in deren Nonnenchor sich das älteste Chorgestühl Deutschlands aus dem 13. Jahrhundert befindet, ist heute Pfarrkirche.

Äbte

Nr. Name Amtszeit
1. Bernhard Widmann 1931–1934
2. Stephan Geyer 1934–1955
3. Alberich Gerards 1955–1967

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Literatur:

Krausen, Edgar / Krzewitza, Eberhard: Seligenporten: Zisterzienserabtei (Kleine Kunstführer 525) München: Schnell & Steiner, 1949.

Zitierempfehlung: Seligenporten, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 8.6.2017, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Seligenporten