Tegelen

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Abdij O.L. Vrouw Onbevlekt Ontvangen te Tegelen, Zisterzienserabtei der strengeren Observanz (Trappisten) in der Uelingsheide bei Tegelen, gegründet am 3. Juni 1884 von der Abtei Westmalle; selbständiges Priorat 1888, Abtei 1933, 2002 mit der Abtei Echt fusioniert.

Geschichte

Das Trappistenkloster „Uelingsheide“ wurde 1884 errichtet. Es bewirtschaftete 80 Hektar landwirtschaftliche Flächen. Das Mutterhaus der Gründermönche lag in Westmalle/Belgien. Nach der Einweihung 1887 lebten in der Ulingsheide mehr als hundert Mönche aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden. Am 15. Juni 1888 wurde das Kloster selbständiges Priorat und am 18. September 1933 zur Abtei erhoben. Die Abteikirche wurde in den 1920er Jahren durch den Architekten F. Stoks und Bruder Adelbertus Koevoets geplant und erbaut. Die Weihe erfolgte am 24. Juli 1934. Am 21. April 1943 zerstörte ein Großbrand die Klostergebäude mit Ausnahme der Abteikirche, das nach dem Wiederaufbau am 20. August 1948 von Abt Aloysius van de Laar wieder eingeweiht wurde.

Nach einem personellen Niedergang wurde die Abtei, der noch neun Mönche angehörten, vom Generalkapitel am 21. September 2002 auf Antrag des Konvents mit der Abtei Echt fusioniert. Die restlichen Mönche zogen 2006 in einen kleinen Neubau. 2007 verließen sie das ehemalige Klostergelände, das größtenteils an den R.K. Hulpverleningsfonds in Venlo verkauft wurde[1]. Als Mieter übernahm die Stichting Emmaus Feniks das Kloster, in dem eine Wohn- und Arbeitsgemeinschaft für Obdachlose untergebracht ist.

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  1. Nur ein kleiner Teil gehört noch der Abtei Echt: der Abdijhof, das Weingeschäft „Wijnstekerij Uelingsheide“ und die Museumssammlung „Ars Amandi“ in der Krypta.


Zitierempfehlung: Tegelen, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 23.12.2014, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Tegelen