Van Grevenbroeck, Joseph

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Joseph van Grevenbroeck

Joseph van Grevenbroeck OCist

2. Abt des Kloster Spring Bank in Wisconsin, USA

* 14. Okt. 1897 Herpt, Gem. Heusden, Niederlande
† 15. Dez. 1990 Sparta, Wisconsin, USA

Jozef van Grevenbroeck, Taufname Martinus, wurde am 14. Oktober 1897 als viertes der acht Kinder des Antonius van Grevenbroeck (1847–1922) und seiner zweiten Frau Maria Adriana van Ooyen in Herpt in Nordbrabant geboren. Er besuchte die Klosterschule in Onsenoort, wo die aus dem französischen Kloster Pont Colbert vertriebenen Zisterzienser ein Exil gefunden hatten. Dort war der gleichaltrige spätere Abt von Mariënkroon, Joannes van Engelen, sein Mitschüler. 1914 trat er in das Noviziat ein und machte am 17. Oktober 1915 in Onsenoort Profess für Pont Colbert. 1921 ging er mit dem größten Teil des Konvents unter der Führung des Abtes Bernard Maréchal nach Pont Colbert, setzte dort seine Studien fort und wurde am 30. September 1923 in Paris von Kardinalerzbischof Dubois zum Priester geweiht.

1928 als Leiter der Klosterschule nach Onsenoort zurückgekehrt, reiste er 1929 mit mehreren Zisterziensern nach Kanada, um dort in Gaspé bei Québec ein neues Kloster zu gründen (Notre-Dame de Val d’Espoir). Von dort aus wurde er nach sechs Jahren in die Vereinigten Staaten von Amerika versetzt, in das Priorat Spring Bank in Oconomowoc, Wisconsin, dessen Paternität der Abt von Pont Colbert und Generalabt Franciscus Janssens 1934 von Abt Alois Wiesinger übernommen hatte. Dort war er jahrelang Subprior.

Nach dem Tod seines Vorgängers Raymond Molnár wurde er am 18. Januar 1972 zum Abt gewählt und am 19. März 1972 in der Abteikirche benediziert. Während seiner Amtszeit schloss sich Spring Bank 1977 der Mehrerauer Kongregation an. Außerdem wurde 1985 die Abtei nach Sparta, Wisconsin, verlegt, wo die Mönche in einem abgelegenen Tal eine Farm gekauft hatten, die in den folgenden Jahren zum Kloster ausgebaut wurde.

Van Grevenbroeck resignierte 1989 (Nachfolger: Blaise Fuez). Er starb am 15. Dezember 1990 und wurde auf dem Abteifriedhof beigesetzt. Nach der Auflösung der Abtei 2011 wurden seine Gebeine auf den Friedhof des Frauenklosters Valley of Our Lady in Prairie du Sac, Sauk County, Wisconsin, umgebettet.

gge, März 2014, rev. Aug. 2017


Daten:

Prof.: 17. Okt. 1915 (Pont Colbert); Sac.: 30. Sep. 1923 (Paris); Abbas: el. 18. Jan. 1972, ben. 19. März 1972, res. 13. Dez. 1989.

Literatur:

Mitteilung P. Kassian Lauterer OCist, Mehrerau, v. 15. März 2014 · Buys, J.A.: Pater Josef van Grevenbroeck o.Cist., abt van de abdij 'Our Lady of Springbank', in: Met gansen trou 22 (1972), S. 17–20 · Dom Joseph van Grevenbroeck tot Abt gewijd van de Abdij Our Lady of Springbank, in: Met gansen trou 22 (1972), S 55–57 (mit Ahnentafel).

Zitierempfehlung: Van Grevenbroeck, Joseph, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 30.8.2017, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Van_Grevenbroeck,_Joseph