Veidl, Augustin

Augustin Veidl

Augustin Veidl

Prior des Zisterzienserstiftes Ossegg/Osek

* 12. Jan. 1844 Wissotschan (Vysočan)
01. Feb. 1890 Ossegg (Osek)

Augustin Veidl, Taufname Ferdinand, wurde geboren am 12. Jänner 1844 in Wissoczan (Vysočan) in Böhmen, einer dem Zisterzienserkloster Ossegg inkorporierten Pfarre. Nach Abschluss des von den Zisterziensern betriebenen Gymnasiums in Komotau wurde er am 25. September 1862 mit fünf Mitschülern als Novize eingekleidet und legte am 30. September 1866 die feierliche Profess ab. Ein Jahr studierte er Theologie in Leitmeritz, dann drei weitere Jahre an der k. k. Universität in Innsbruck. Von Fürstbischof Vinzenz Gasser in Brixen am Fest des hl. Alberich von Cîteaux (26. Januar) 1868 zum Priester geweiht, feierte er an Mariä Lichtmess 1868 in der Spitalkirche zum hl. Geist in Innsbruck seine Primiz.

Von Abt Athanasius Bernhard für das Lehramt bestimmt, studierte er Philologie und war dann von 1868 bis 1872 als Supplent am Komotauer Gymnasium tätig. Im Oktober 1872 ging er wieder an die Universität Innsbruck, um sich auf die Staatsprüfung vorzubereiten, die er 1876 vor der ihm ganz fremden Kommission in Wien nicht mit dem gewünschten Erfolge ablegte. Danach nicht mehr bereit, als Lehrer zu arbeiten, versah er von 1877 bis 1878 das Provisorat und wurde 1878 als Kooperator in die Ordenspfarre Wteln geschickt, wo er bis 1885 wirkte. Vom 10. November 1885 an leitete er das Pastoralstudium der zwei jüngsten Priester und wurde am 10. November 1886 von Abt Meinrad Siegl zum Subprior und Novizenmeister bestellt.

Am 3. Juni 1887 musste er „im hl. Gehorsam“ die Pfarre seines Geburtsortes Wissotschan übernehmen, wo sich der Spruch bewahrheitete, der Prophet gilt nichts in seinem Heimatland. Dazu kam die Lungentuberkulose, die ihn zwang, um Enthebung von seinem Amt zu bitten. Am 15. März 1889 kehrte er in das Kloster zurück, wo er noch einmal das Amt des Subpriors und Novizenmeisters und nach dem Tod des Priors Gerhard Klietsch im Oktober 1889 das Priorat übernahm.

Am 23. Dezember 1889 feierte er mit Anstrengung seine letzte hl. Messe und empfing an seinem Weihetag, 26. Januar 1890, auf eigenes Verlangen die Sterbesakramente. Er starb am 1. Februar 1890.

gge, März 2026


Daten:

Vest.: 25. Sep. 1862; Prof.: 30. Sep. 1866; Sac.: 26. Jan. 1868; Prim.: 2. Feb. 1868.

Literatur:

Todtentafel, in: Cistercienser Chronik 2, Nr. 13, 1. März 1890, S. 44–45 · Album Ossecense; oder, Verzeichnis der Mitglieder des Cistercienser-Stiftes Ossegg vom Jahre 1645–1896. Verlag des Cistercienser-Stiftes Ossegg, 1896, S. 151–152.

Zitierempfehlung: Veidl, Augustin, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 10.03.2026, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Veidl,_Augustin

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