Verhelle, Alberik

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Alberik Verhelle

Alberik Verhelle OCSO

2. Abt der Zisterzienserabtei Sint-Sixtus 1872–1910

* 24. Sep. 1834 Izegem, Westflandern
† 1916 Westvleteren

Alberik Verhelle legte am 15. Juli 1857 die Profess ab und wurde am 19. Dezember 1863 in der Westflandern in Izegem zum Priester geweiht. Am 6. Juni 1866 wurde er zum Novizenmeister und am 22. März 1871 zum Prior bestellt. Am 24. Juli 1872 wurde er zum Abt eines Konvents gewählt, der aus 16 Priestern, 37 Laienbrüdern und fünf Novizen bestand.

Unter seiner Leitung wurde am 24. Sepember 1879 die Abteikirche feierlich geweiht. Im selben Jahr wurde eine Mädchenschule gebaut, die von den Vinzentinerinnen von Gits betrieben wurde. 1873 wurde ein großes Gebäude in Erweiterung der Abteikirche gebaut und 1878 das Torhaus. Die Landwirtschaft wurde modernisiert und in einen Musterbetrieb umgewandelt, 1875 eine Dampfmaschine mit 6 PS angeschafft. 1883 stiftete Abt Alberik eine Marienkongregation für junge Frauen, aus der rund 50 Klosterberufungen hervorgingen. 1884 bis 1885 ließ er gegenüber der Abtei eine neue Herberge namens „De Vrede“ bauen. Im Oktober 1892 nahm er in Rom am Unionskapitel der Zisterzienser der strengeren Observanz („Trappisten“) teil.

Als er im September 1910 resignierte, hatte die Klostergemeinschaft 37 Mitglieder. Im Januar 1914 feierte er sein goldenes Priesterjubiläum. Er starb zwei Jahre später.

Als 2010 der neue Friedhof eingeweiht wurde, wurden alle verstorbenen Mönche exhumiert und umgebettet. Der Sarg von Abt Verhelle enthielt einen zerbrochenen hölzernen Abtstab.

gge, Feb. 2019


Daten:

Prof.: 15. Juli 1857; Sac.: 19. Dez. 1863; Abbas: el. 24. Juli 1872, res. 1910.

Literatur:

Geschiedenis, spiritualiteit, bouwen aan de toekomst : de Sint-Sixtusabdij van Westvleteren. Leuven: Davidsfonds, 2012.

Zitierempfehlung: Verhelle, Alberik, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 4.2.2019, URL: http://www.biocist.org/wiki/Verhelle,_Alberik