Waltenberger, Kilian

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Kilian Waltenberger

Kilian Waltenberger

37. Abt des Zisterzienserklosters Raitenhaslach 1733–1734

* 13. Juli 1679 Mühldorf
03. Okt. 1734 Raitenhaslach

Kilian (Wolfgang) Waltenberger war das älteste Kind des Mühldorfer Eisenhändlers Johann Paul Waltenberger, einem angesehenen Bürger der Stadt. Die Familie stammte ursprünglich aus Tirol.

Über seine Schulausbildung ist nichts bekannt; die älteste erhaltene Urkunde, nach dem Eintrag in die Taufmatrikel, ist die Professurkunde vom 2. Juli 1699. 1703 erhielt P. Kilian im Salzburger Dom die Priesterweihe, 1709 war er Küchenmeister im Kloster Raitenhaslach und kam im gleichen Jahr als Vikar nach Burgkirchen an der Alz. 1723 wurde er Vikar der Klosterpfarrei Marienberg. 1733 im ersten Wahlgang zum Abt gewählt, erhielt er vom dortigen Abt Roger Friesl in der Klosterkirche von Kaisheim die Benediktion – im Anschluss an das dort tagende Provinzkapitel, auf dem er als Definitor fungiert hatte.

Abt Kilian amtierte nur 15 Monate, dann machten Asthma und Herzwassersucht seinem Leben und Wirken ein Ende. Über seine kurze Regierungszeit, in der er vor allem mit dem zersplitterten Konvent zu kämpfen hatte, liegen keine weiteren Nachrichten vor. Sein einziges Bauwerk ist der am Ortseingang von Raitenhaslach errichtete Felsen-Bierkeller. Er zeigt an der Stirnwand Abt Kilians Wappen, einen Pelikan als Symbol der sich verzehrenden Liebe.

Abt Kilian wurde in der Abteikirche vor dem Josefsaltar beigesetzt. Sein Grabstein befindet sich heute im Kreuzgang, sein Porträt in der Äbtegalerie.

gge


Daten:

Prof. 2. Juli 1699; Sac.: 30. Sep. 1703; Abbas: el. 6. Juli 1733, ben. 24./25. Sep. 1733.

Literatur:

Krausen, Edgar: Abt Kilian Waltenberger von Raitenhaslach. In: Das Mühlrad 13 (1968/70), S. 15–22. · Ders.: Die Zisterzienserabtei Raitenhaslach. (= Germania sacra, Neue Folge 11. Das Erzbistum Salzburg 1), Berlin, 1977, S. 326–327.

Zitierempfehlung: Waltenberger, Kilian, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 14.11.2012, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Waltenberger,_Kilian