Wirotte, Nivard

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Nivard Wirotte

Nivard Wirotte

Abt des Klosters Heisterbach 1692–1704

* 1647 Köln
† 29. Aug. 1704 Heisterbach

Nivard Wirotte, aus Köln, geboren 1647, Eintritt ins Kloster Heisterbach 1666 unter Abt Gottfried Broichhausen, zum Priester geweiht 1672, zum Abt gewählt am 25. August 1692 als er Beichtvater im Kloster Gnadenthal (Neuss) war. Gestorben am 29. August 1704 am Schlagfluss, während er sich zur Feier der Messe ankleidete. Zehn Tage vorher hatte sich ein Herzasthmaanfall („Catarrhus suffocativus“, Lungenödem) wiederholt.

Während seiner Amtszeit hatte die Abtei viel durch die Kriege Ludwigs XIV. (Belagerung Bonns 1673, 1689 und 1703) zu leiden und wurde gänzlich ausgeplündert. Abt Nivard begann mit einer Reform des Klosters, die aber wegen seines frühen Todes erst von seinem Nachfolger Ferdinand Hartmann vollendet wurde.

Das Memorienbuch vermerkt auch den Tod seiner Schwester Anna Katharina, „honesta et devota Matrona“, am 4. März 1716.

gge, Aug. 2017


Daten:

Sac.: 1672; Abbas: el. 25. Aug. 1692.

Literatur:

Schmitz, Ferdinand: Urkundenbuch der Abtei Heisterbach, Bonn 1908, S. 30, 86–88.

Zitierempfehlung: Wirotte, Nivard, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 1.9.2017, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Wirotte,_Nivard