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1753 wurde er für fünf Jahre approbiert und erhielt 1754 für drei Jahre die Erlaubnis, verbotene Bücher zu lesen. 1755 erhielt er die Verlängerung der Appobation für namentlich nicht genannte Mönche des Klosters. Im selben Jahr erhielt er die Vollmacht, sieben Altarsteine zu benedizieren, zwei für seine eigene Klosterkirche und fünf für Kircehn der Umgebung. Außerdem gaben er und der Konvent dem Kloster [[Heisterbach]] ([[Mengelberg, Augustinus|Augustinus Mengelberg]]) im Siebengebirge einen Kredit über 3000 Reichstaler.
 
1753 wurde er für fünf Jahre approbiert und erhielt 1754 für drei Jahre die Erlaubnis, verbotene Bücher zu lesen. 1755 erhielt er die Verlängerung der Appobation für namentlich nicht genannte Mönche des Klosters. Im selben Jahr erhielt er die Vollmacht, sieben Altarsteine zu benedizieren, zwei für seine eigene Klosterkirche und fünf für Kircehn der Umgebung. Außerdem gaben er und der Konvent dem Kloster [[Heisterbach]] ([[Mengelberg, Augustinus|Augustinus Mengelberg]]) im Siebengebirge einen Kredit über 3000 Reichstaler.
  
1765 ist er als Definitor des Generalkapitels bezeugt. Auf dem Weg dorthin erkrankte er so sehr, dass er sich nie wieder vollständig erholte. Am 28. Februar 1767 erhielt er die Erlaubnis, fünf Altarsteine zu konsekrieren und assisitierte am 10. April 1768 bei der Benediktion des Heisterbacher Abtes [[Kruchen, Andreas|Andreas Kruchen]].
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1765 ist er als Definitor des Generalkapitels bezeugt. Auf dem Weg dorthin erkrankte er so sehr, dass er sich nie wieder vollständig erholte. Am 28. Februar 1767 erhielt er die Erlaubnis, fünf Altarsteine zu konsekrieren und assisitierte am 10. April 1768 in Köln bei der Benediktion des Heisterbacher Abtes [[Kruchen, Andreas|Andreas Kruchen]].
  
 
Als Bauherr führte er die Bauarbeiten an der Abtei zuende (Pfortenhaus 1754) und ließ das barocke schmiedeeiserne Geländer (mit seinem Wappen) an der Treppe zum Dormitorium  anbringen.
 
Als Bauherr führte er die Bauarbeiten an der Abtei zuende (Pfortenhaus 1754) und ließ das barocke schmiedeeiserne Geländer (mit seinem Wappen) an der Treppe zum Dormitorium  anbringen.

Version vom 2. September 2017, 10:36 Uhr

Bernhard Colonia

Bernhard Colonia

43. Abt des Klosters Marienstatt 1751–1770

* 1713 Koblenz
† 20. Aug. 1770 Rheinbrohl-Arienheller

Bernhard II. Colonia stammte aus Koblenz und wurde 1713 geboren. Seine Profess legte er 1734 im Zisterzienserkloster Marienstatt ab. Am 24. September 1735 wurde er zum Subdiakon und am 20. September 1738 zum Diakon geweiht. Die Priesterweihe folgte am 19. September 1739, nachdem er zwei Tage zuvor für fünf Jahre für die Hilfsseelsorge approbiert worden war. Als Vizekurat der Pfarrei Höhn wurde er am 12. März 1751 unter dem Vorsitz des Abtes Augustin Mengelberg von Heisterbach zum Abt gewählt und am 23. Mai 1751 von Weihbischof Franz Kaspar von Franken-Siersdorf benediziert. Assistent war der Abt von Altenburg, Johannes Hoerdt.

1753 wurde er für fünf Jahre approbiert und erhielt 1754 für drei Jahre die Erlaubnis, verbotene Bücher zu lesen. 1755 erhielt er die Verlängerung der Appobation für namentlich nicht genannte Mönche des Klosters. Im selben Jahr erhielt er die Vollmacht, sieben Altarsteine zu benedizieren, zwei für seine eigene Klosterkirche und fünf für Kircehn der Umgebung. Außerdem gaben er und der Konvent dem Kloster Heisterbach (Augustinus Mengelberg) im Siebengebirge einen Kredit über 3000 Reichstaler.

1765 ist er als Definitor des Generalkapitels bezeugt. Auf dem Weg dorthin erkrankte er so sehr, dass er sich nie wieder vollständig erholte. Am 28. Februar 1767 erhielt er die Erlaubnis, fünf Altarsteine zu konsekrieren und assisitierte am 10. April 1768 in Köln bei der Benediktion des Heisterbacher Abtes Andreas Kruchen.

Als Bauherr führte er die Bauarbeiten an der Abtei zuende (Pfortenhaus 1754) und ließ das barocke schmiedeeiserne Geländer (mit seinem Wappen) an der Treppe zum Dormitorium anbringen.

Aus gesundheitlichen Gründen resignierte Colonia am 12. Juli 1770 in Metternich und bat um die Wahl eines Koadjutors. Wenige Wochen später, am 20. August 1770, starb er auf dem Klostergut Arienheller in Rheinbrohl und wurde in der Kirche des Zisterzienserinnenklosters Sankt Katharinen bei Linz vor dem Hochaltar beigesetzt. Dort befindet sich seine Grabplatte noch heute.

gge


Daten:

Prof.: 1734, Sac.: 19. Sep. 1739, Abbas: el. 12. März 1751, ben. 23. Mai 1751, res. 12. Juli 1770.

Literatur:

Kurzbiographien vom Mittelrhein und Moselland, 1968 · Hillen, Christian: Die Zisterzienserabtei Marienstatt. Die Bistümer der Kirchenprovinz Köln. Das Erzbistum Köln 7. Walter de Gruyter, 2017 · Ditscheid, Jörg: Die Äbte des Zisterzienserklosters Marienstatt, in: Acht Jahrhunderte Abtei Marienstatt (= Marienstatter Aufsätze VII). Marienstatt, Buch- und Kunstverlag, 2014, S. 75–76.

Normdaten:

GND: 173445470 · BEACON-Findbuch

Zitierempfehlung: Colonia, Bernhard, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 2.09.2017, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Colonia,_Bernhard

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