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Küsters. Profess 26. Mai 1754, Primiz 10. Oktober 1756. Vor seiner Abtwahl am 25. Jan. 1768 war er Prior in Schwarzrheindorf. Die Benediktion empfing er am 10. April 1768 durch den Kölner Weihbischof Franz Kaspar von Franken-Siersdorf in dessen Hauskapelle in Köln. Assistenten waren Abt [[Hoerdt, Johannes|Johannes Hoerdt]] von [[Altenberg]] und [[Colonia, Bernhard|Bernhard Colonia]] von [[Marienstatt]].
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Küsters. Er legte am 26. Mai 1754 die Profess ab und feierte 10. Oktober 1756 Primiz. Vor seiner Abtwahl am 25. Jan. 1768 war er Pfarrer und Prior der Zisterzienserinnen in Graurheindorf. Die Benediktion empfing er am 10. April 1768 durch den Kölner Weihbischof Franz Kaspar von Franken-Siersdorf in dessen Hauskapelle in Köln. Assistenten waren Abt [[Hoerdt, Johannes|Johannes Hoerdt]] von [[Altenberg]] und [[Colonia, Bernhard|Bernhard Colonia]] von [[Marienstatt]].
  
Während der großen Hungersnot der Jahre 1770 und 1771 ließ er täglich bis zu 5000 Menschen an der Klosterpforte Brot austeilen, an Gründonnerstag 1771 sollen es sogar 10.000 gewesen sein. Am 21. April 1776 empfing er den Besuch des Kurfürsten Maximilian Friedrich mit seinem Hofstaat im Kloster.
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Während der großen Hungersnot der Jahre 1770 und 1771 ließ er täglich bis zu 5000 Menschen an der Klosterpforte Brot austeilen, an Gründonnerstag 1771 sollen es sogar 10.000 gewesen sein. Am 21. April 1776 empfing er den Besuch des Kurfürsten Maximilian Friedrich mit seinem Hofstaat im Kloster. Am 5. September 1773 assistierte er mit Abt Johannes Hoerdt im Kloster [[Altenkamp]] bei der Benediktion des Abtes [[Genger, Dionysius|Dionysius Genger]] und leitete 1782 im Kloster [[Himmerod]] die Wahl des Abtes [[Pidoll, Anselm|Anselm von Pidoll]].
  
 
Drei Jahre vor seinem Tod verlor das Kloster durch den Ersten Koalitionskrieg seine linksrheinischen Besitzungen, 1795 wurde es von französischen Soldaten geplündert.
 
Drei Jahre vor seinem Tod verlor das Kloster durch den Ersten Koalitionskrieg seine linksrheinischen Besitzungen, 1795 wurde es von französischen Soldaten geplündert.
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Aktuelle Version vom 7. Dezember 2017, 21:46 Uhr

Andreas Kruchen

Andreas Kruchen

Abt des Klosters Heisterbach 1768–1796

* 27. März 1731 Giesenkirchen
† 1796

Andreas Kruchen aus Giesenkirchen im Herzogtum Jülich war der Sohn eines Küsters. Er legte am 26. Mai 1754 die Profess ab und feierte 10. Oktober 1756 Primiz. Vor seiner Abtwahl am 25. Jan. 1768 war er Pfarrer und Prior der Zisterzienserinnen in Graurheindorf. Die Benediktion empfing er am 10. April 1768 durch den Kölner Weihbischof Franz Kaspar von Franken-Siersdorf in dessen Hauskapelle in Köln. Assistenten waren Abt Johannes Hoerdt von Altenberg und Bernhard Colonia von Marienstatt.

Während der großen Hungersnot der Jahre 1770 und 1771 ließ er täglich bis zu 5000 Menschen an der Klosterpforte Brot austeilen, an Gründonnerstag 1771 sollen es sogar 10.000 gewesen sein. Am 21. April 1776 empfing er den Besuch des Kurfürsten Maximilian Friedrich mit seinem Hofstaat im Kloster. Am 5. September 1773 assistierte er mit Abt Johannes Hoerdt im Kloster Altenkamp bei der Benediktion des Abtes Dionysius Genger und leitete 1782 im Kloster Himmerod die Wahl des Abtes Anselm von Pidoll.

Drei Jahre vor seinem Tod verlor das Kloster durch den Ersten Koalitionskrieg seine linksrheinischen Besitzungen, 1795 wurde es von französischen Soldaten geplündert.

gge


Daten:

Prof.: 26. Mai 1754; Prim.: 10. Okt. 1756; Abbas: el. 25. Jan. 1768, 10. April 1768.

Literatur:

Schmitz, Ferdinand: Urkundenbuch der Abtei Heisterbach, Bonn 1908, S. 32. · Schumacher, Johannes: Deutsche Klöster, Bonn 1928, S. 157.

Normdaten:

GND: 17333864X · BEACON-Findbuch · GSN: 078-00080-001

Zitierempfehlung: Kruchen, Andreas, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 7.12.2017, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Kruchen,_Andreas

Vorlage:Page.name: KRUCHEN, Andreas OCist (1731–1796) – Biographia Cisterciensis