Maulouin, Maxime: Unterschied zwischen den Versionen

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Maxime Maulouin, Taufname Joseph, geboren 1801 in Machecoul im heutigen Département Loire-Atlantique, war 1824 in die Zisterzienserabtei strengerer Observanz [[Melleray]] eingetreten und hatte im folgenden Jahr die Profess abgelegt. 1839 war er Prior. Am 28. Februar 1839 wurde unter dem Vorsitz des Abtes von La Trappe von den zwölf wahlberechtigten Mönchen der Abtei Melleray zum Nachfolger des verstorbenen Abtes [[Beauregard, Antoine|Antoine Saulnier de Beauregard]] gewählt und empfing von Bischof Hercé von Nantes die Benediktion<ref>Nach {{titel|Amaury}} an Pfingsten (19./20. Mai), nach {{titel|Saint-Saud}} am 25. Mai 1839.</ref>.
 
Maxime Maulouin, Taufname Joseph, geboren 1801 in Machecoul im heutigen Département Loire-Atlantique, war 1824 in die Zisterzienserabtei strengerer Observanz [[Melleray]] eingetreten und hatte im folgenden Jahr die Profess abgelegt. 1839 war er Prior. Am 28. Februar 1839 wurde unter dem Vorsitz des Abtes von La Trappe von den zwölf wahlberechtigten Mönchen der Abtei Melleray zum Nachfolger des verstorbenen Abtes [[Beauregard, Antoine|Antoine Saulnier de Beauregard]] gewählt und empfing von Bischof Hercé von Nantes die Benediktion<ref>Nach {{titel|Amaury}} an Pfingsten (19./20. Mai), nach {{titel|Saint-Saud}} am 25. Mai 1839.</ref>.
  
Während seiner Amtszeit wurden der Bau des Kreuzgangs abgeschlossen und die Konventgebäude renoviert und vergrößert. 1848 wurde die spätere Abtei [[Gethsemani]] in den Vereinigten Staaten von Amerika als erstes Trappistenkloster in der Neuen Welt gegründet<ref>Frühere Versuche zu Beginn des 19. Jahrhunderts unter der Führung von [[Guillet, Urbain|Urbain Guillet]] waren fehlgeschlagen und Ende 1814 abgebrochen worden.</ref>. Im Dezember 1849 reiste Abt Maxime nach Algerien, um dort die Abtei [[Staoueli]] zu visitieren.
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Während seiner Amtszeit wurden der Bau des Kreuzgangs abgeschlossen und die Konventgebäude renoviert und vergrößert. 1848 wurde unter der Führung des Priors [[Proust, Eutrope|Eutrope Proust]] (1809–1874) die spätere Abtei [[Gethsemani]] in den Vereinigten Staaten von Amerika als erstes Trappistenkloster in der Neuen Welt gegründet<ref>Frühere Versuche zu Beginn des 19. Jahrhunderts unter der Führung von [[Guillet, Urbain|Urbain Guillet]] waren fehlgeschlagen und Ende 1814 abgebrochen worden.</ref>. Im Dezember 1849 reiste Abt Maxime nach Algerien, um dort die Abtei [[Staoueli]] zu visitieren.
  
 
Persönlich einfach und bescheiden, versuchte Maulouin schon 1849/50, den Abtstab niederzulegen, was aber vom Konvent nicht akzeptiert wurde. Auf Wunsch Papst Pius IX. versah er sein Amt bis zu seinem Tod am 8. Oktober 1852 weiter.
 
Persönlich einfach und bescheiden, versuchte Maulouin schon 1849/50, den Abtstab niederzulegen, was aber vom Konvent nicht akzeptiert wurde. Auf Wunsch Papst Pius IX. versah er sein Amt bis zu seinem Tod am 8. Oktober 1852 weiter.

Version vom 20. August 2015, 18:24 Uhr

Maxime Maulouin

Maxime Maulouin

Zisterzienser der strengeren Observanz; 2. Abt von Melleray 1839–1852

* 1801 Machecoul, Loire-Inférieure
08. Okt. 1852 La Meilleraye-de-Bretagne

Maxime Maulouin, Taufname Joseph, geboren 1801 in Machecoul im heutigen Département Loire-Atlantique, war 1824 in die Zisterzienserabtei strengerer Observanz Melleray eingetreten und hatte im folgenden Jahr die Profess abgelegt. 1839 war er Prior. Am 28. Februar 1839 wurde unter dem Vorsitz des Abtes von La Trappe von den zwölf wahlberechtigten Mönchen der Abtei Melleray zum Nachfolger des verstorbenen Abtes Antoine Saulnier de Beauregard gewählt und empfing von Bischof Hercé von Nantes die Benediktion[1].

Während seiner Amtszeit wurden der Bau des Kreuzgangs abgeschlossen und die Konventgebäude renoviert und vergrößert. 1848 wurde unter der Führung des Priors Eutrope Proust (1809–1874) die spätere Abtei Gethsemani in den Vereinigten Staaten von Amerika als erstes Trappistenkloster in der Neuen Welt gegründet[2]. Im Dezember 1849 reiste Abt Maxime nach Algerien, um dort die Abtei Staoueli zu visitieren.

Persönlich einfach und bescheiden, versuchte Maulouin schon 1849/50, den Abtstab niederzulegen, was aber vom Konvent nicht akzeptiert wurde. Auf Wunsch Papst Pius IX. versah er sein Amt bis zu seinem Tod am 8. Oktober 1852 weiter.

gge

  1. Nach Amaury an Pfingsten (19./20. Mai), nach Saint-Saud am 25. Mai 1839.
  2. Frühere Versuche zu Beginn des 19. Jahrhunderts unter der Führung von Urbain Guillet waren fehlgeschlagen und Ende 1814 abgebrochen worden.

Daten:

Abbas: el. 28. Feb. 1839; ben. 25. Mai 1839.

Literatur:

Amaury, Auguste (pseud. [i.e. Auguste Amaury Gellusseau.]: Le Monastère de Meilleraie, ou Visite à Notre-Dame de la Trappe. Nantes : Montagne, 1857, S. 86–87 · Kersauson [de Pennendreff], J[oseph-Marie] de: Etat séculaire du clergé dans le diocèse de Nantes. Nantes, Bourgeois , 1892, S. 184 · Saint-Saud, comte de [Aymard d’Abron]: Armorial des prélats français du XIXe siècle. Paris : H. Daragon, 1906, S. 336.

Zitierempfehlung: Maulouin, Maxime, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 20.08.2015, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Maulouin,_Maxime

Vorlage:Page.name: MAULOUIN, Maxime (Joseph) OCSO (1801–1852) – Biographia Cisterciensis