Minsart, Jérôme: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Nach der gewaltsamen Aufhebung der Abtei durch die Franzosen schloss er sein theologisches Studium in Leuven ab, wo er mit dem Priester Jean-Hubert Devenise (1757–1814), Präsident des Collège de Mons, in Verbindung kam, der sein Lehrer, Freund und Förderer wurde.
 
Nach der gewaltsamen Aufhebung der Abtei durch die Franzosen schloss er sein theologisches Studium in Leuven ab, wo er mit dem Priester Jean-Hubert Devenise (1757–1814), Präsident des Collège de Mons, in Verbindung kam, der sein Lehrer, Freund und Förderer wurde.
  
1806 übertrug ihm Bischof Pisani de la Gaude die Leitung des alten Seminars in Namur und bestellte ihn im selben Jahr zum Vikar und 1808 zum Pfarrer der Domgemeinde des heiligen Johannes des Evangelisten. Bis zum Tod der hl. Julie Billiart 1816 kümmerte er sich um die von Billiart gegründeten Schwestern Unserer Lieben Frau. 1813 zum Pfarrer von Saint-Loup in Namur ernannt, gründete er 1819 eine neue religiöse Gemeinschaft, die Schwestern von Sainte-Marie, die sich der Erziehung von Kindern widmet (bischöfliche Anerkennung 1834). 1822 kaufte er mit Maximilienne Guillaume, der letzten Nonne der Zisterzienserinnenabtei Wauthier-Braine, die sich 1815 dem Kloster [[Soleilmont]] angeschlossen hatte, die Gebäude des ehemaligen Kreuzherrenklosters Colen (Mariënlof) in Kerniel, um dort wieder ein Zisterzienserinnenkloster zu gründen (mit einer Schule für Armenkinder).
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1806 übertrug ihm Bischof Pisani de la Gaude die Leitung des alten Seminars in Namur und bestellte ihn im selben Jahr zum Vikar und 1808 zum Pfarrer der Domgemeinde des heiligen Johannes des Evangelisten. Bis zum Tod der hl. Julie Billiart 1816 kümmerte er sich um die von Billiart gegründeten Schwestern Unserer Lieben Frau. 1813 zum Pfarrer von Saint-Loup in Namur ernannt, gründete er 1819 eine neue religiöse Gemeinschaft, die Schwestern von Sainte-Marie, die sich der Erziehung von Kindern widmet (bischöfliche Anerkennung 1834). 1822 kaufte er mit Maximilienne Guillaume, der letzten Nonne der Zisterzienserinnenabtei [[Wauthier-Braine]], die sich 1815 dem Kloster [[Soleilmont]] angeschlossen hatte, die Gebäude des ehemaligen Kreuzherrenklosters [[Colen]] (Mariënlof) in Kerniel, um dort wieder ein Zisterzienserinnenkloster zu gründen (mit einer Schule für Armenkinder).
  
 
Er starb am 11. Mai 1837 in Namur.
 
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Aktuelle Version vom 22. Juli 2020, 11:56 Uhr

Jérôme Minsart

Jérôme Minsart

letzter Mönch der Abtei Boneffe; Ordensgründer

* 06. Okt. 1769 Linsmeau
† 11. Mai 1837 Namur

Jérôme Minsart, Taufname Nicolas-Joseph, geboren am 6. Oktober 1769 in Linsmeau bei Hélécine, trat 1791 unter Abt Gabriel Simon in die Zisterzienserabtei Boneffe ein und wurde am 21. Dezember 1793 von Bischof de Lichtervelde zum Priester geweiht.

Nach der gewaltsamen Aufhebung der Abtei durch die Franzosen schloss er sein theologisches Studium in Leuven ab, wo er mit dem Priester Jean-Hubert Devenise (1757–1814), Präsident des Collège de Mons, in Verbindung kam, der sein Lehrer, Freund und Förderer wurde.

1806 übertrug ihm Bischof Pisani de la Gaude die Leitung des alten Seminars in Namur und bestellte ihn im selben Jahr zum Vikar und 1808 zum Pfarrer der Domgemeinde des heiligen Johannes des Evangelisten. Bis zum Tod der hl. Julie Billiart 1816 kümmerte er sich um die von Billiart gegründeten Schwestern Unserer Lieben Frau. 1813 zum Pfarrer von Saint-Loup in Namur ernannt, gründete er 1819 eine neue religiöse Gemeinschaft, die Schwestern von Sainte-Marie, die sich der Erziehung von Kindern widmet (bischöfliche Anerkennung 1834). 1822 kaufte er mit Maximilienne Guillaume, der letzten Nonne der Zisterzienserinnenabtei Wauthier-Braine, die sich 1815 dem Kloster Soleilmont angeschlossen hatte, die Gebäude des ehemaligen Kreuzherrenklosters Colen (Mariënlof) in Kerniel, um dort wieder ein Zisterzienserinnenkloster zu gründen (mit einer Schule für Armenkinder).

Er starb am 11. Mai 1837 in Namur.

gge, Juli 2020


Daten:

Sac.: 21. Dez. 1793.

Literatur:

Nicolas-Joseph Minsart, Dom Jérôme, Fondateur de l’Institut des Sœurs de Sainte-Marie de Namur. Namur: Lambert de Roisin, 1931 · P. Wynants: Nicolas Minsart, in: Dictionnaire Biographique Namurois, Namur, 1999, S. 179–180 · Idesbald Van Houtryve OSB: Dom Jerome (Nicolas-Joseph) Minsart, moine et apôtre, fondateur de la Congrégation des Soeurs de Sainte-Marie de Namur 1769–1837. Impr. I. Dermine, 1959.

Zitierempfehlung: Minsart, Jérôme, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 22.07.2020, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Minsart,_J%C3%A9r%C3%B4me

Vorlage:Page.name: MINSART, Jérôme OCist (1769–1837) – Biographia Cisterciensis