James Conner OCSO
Zisterzienser der Abtei Gethsemani; Abt von Ava 1995–1999
* 3. Dez. 1932 Tulsa, Oklahoma
† 25. Juli 2025
Dom James Conner wurde 1932 als eines von vier Geschwistern (zwei Schwestern, in Bruder) in Tulsa, Oklahoma (USA) geboren. Er trat am 13. August 1949, noch vor dem High-School-Abschluss, in die Zisterzienserabtei strengerer Observanz („Trappisten“) Gethsemani ein, legte 1954 seine feierliche Profess ab, und wurde 1957 zum Priester geweiht. Den Ordensnamen Tarcisius legte er später ab.
Als Juniorprofesse studierte Pater James unter Thomas Merton (1951–1955), den er auch zu seinem Beichtvater wählte. Später arbeitete er während seiner Zeit als Submagister (1958–1961) der Novizen eng mit Merton zusammen. Er schreibt seiner Freundschaft mit Merton einen großen Einfluss auf sein Klosterleben und seine theologische Ausrichtung zu.
1962 bis 1964 studierte er in Rom und war Lektor für Theologie und Submagister. 1972 meldete er sich freiwillig, um in der Benediktinerabtei Christ in the Desert in New Mexico auszuhelfen, die zu dieser Zeit mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, und wurde dort Oberer (bis Januar 1977). Danach verbrachte er einige Zeit in San Francisco und unterstützte schließlich Sr. Pascaline Coff OSB (1927–2021) und andere Schwestern bei der Gründung des Klosters Osage Forest in Oklahoma. 1990 kehrte er nach Gethsemani zurück, wurde jedoch 1994 zum Superior ad nutum der Assumption Abbey in Ava, Missouri, bestellt und 1995 dort zum Abt gewählt. 2000 kehrte er endgültig nach Gethsemani zurück.
James Conner diente der Gemeinschaft von Gethsemani als Submagister, Berufungsdirektor (ab 1962), Lektor für Theologie, Exerzitienmeister, interner Zellerar (interior cellarer,, Leiter der Fudge-Produktion und Kaplan des Gästehauses, neben anderen Aufgaben. Er war auch ein sehr beliebter Beichtvater. Von 1993 bis 1995 war er Präsident der ITMS (International Thomas Merton Society) und fast von Anfang an stark in die Initiative Monastischer Interreligöser Dialog (MID) involviert (u.a. gab er das Bulletin heraus).
Er starb am 25. September 2025 im Alter von 92 Jahren. 1949, mit 16 Jahren, in eingetreten, war James Conner der am längsten dienende Mönch der Abtei Gethsemani.
gge, Okt. 2025
Daten:
Prof.: 7. Okt. 1951, 8. Dez. 1954; Sac.: 15. Juni 1957; Abbas: el. 1995, res. 1999.Werke:
Ordo Monasticus: An Extension of Pluralism, in: Cistercian Studies 8 (1973), S. 290–301 · Monk of Renewal, in: Patrick Hart (Hg.): Thomas Merton, Monk; a monastic tribute. [New York]: Sheed and Ward, 1974, S. 173–194 (als Tarcisius Conner).Q.:
Nachruf und andere Quellen.Vorlage:Page.name: CONNER, James OCSO (1932–2025) – Biographia Cisterciensis
