Nicolaus Rosenberg
Abt der Zisterzienserabtei Lützel 1542–1566
† 23. Mai 1566 Sennheim [Cernay]
Nicolaus Rosenberg aus Thann war Grosskellner in Lützel, als er am 4. April 1542 zum Abt und Nachfolger von Heinrich Sapper gewählt wurde. Die Benediktion erhielt er im folgenden Jahre vom Ordensgeneral (Jean Loysier) in Cîteaux.[1] Da er meistens in Basel oder Sennheim residierte, litten die geistlichen und zeitlichen Angelegenheiten des Klosters; dazu machte er viele Schulden.
Durch eine Bulle Papst Pauls III. vom 30. August 1542 wurde er als abbas exemptus mit Sitz und Stimme zum Konzil nach Trient berufen. Drei Abtswahlen präsidierte er in Salem (1543, 1553 und 1558). Er starb zu Sennheim am Fest Christi Himmelfahrt, wurde aber in Lützel im Kapitel begraben.
Auffallend erscheint ein Beschluss des Generalkapitels vom Jahr 1546, durch den dem Abt Markus von Bellevaux (Mutterkloster von Lützel) als Vaterabt Lützels das Recht erteilt wird, auf alle Weise gegen den widerrechtlich eingedrungenen Abt Nikolaus Rosberg vorzugehen. Es ist möglich, dass bei der Abtwahl der Vaterabt übergangen worden war.[2]
gge, Mai 2026
Daten:
Abbas: el. 4. April 1542, ben. 1543.Literatur:
Buchinger, Bernardin: Epitome fastorum lucellensium, Bruntruti, 1667, S. 206 · Friederich, Sacerdos: Das Seelbuch von Lützel: das Verzeichnis der Mönche, in: Annuaire de la Société d’histoire sundgauvienne, 1943/48, S. 170, Nr. 409 · Chèvre, André: Lucelle, histoire d’une abbaye cistercienne, 1973, S. 131–133 · Helvetia Sacra, Bd. 3, 1982, S. 304.Vorlage:Page.name: ROSENBERG, Nicolaus OCist – Biographia Cisterciensis
