Schindele, Pia: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 20. August 2021, 13:35 Uhr

Pia Schindele OCist
Foto: bebe Verlag/Abtei Heiligenkreuz

Pia Schindele OCist

Archivarin der Abtei Lichtenthal; Autorin

* 26. Okt. 1929 Ravensburg
† 25. Juli 2021 Baden-Baden

Pia Schindele wurde am 26. Oktober 1929 als erstes Kind der Eheleute Alfons und Karoline Schindele in Ravensburg in /Württemberg geboren und am 1. November in der Liebfrauenkirche auf den Namen Margarete Maria getauft. Bald nach der Geburt ihrer Schwester Anneliese starb ihre Mutter. Der Vater heiratete ein zweitesmal; aus dieser Ehe gingen 1943 die Tochter Maria und 1945 der Sohn Frieder hervor. Gretel Schindele empfing am 16. April 1939 die erste heilige Kommunion und wurde noch im selben Jahr gefirmt. Schon früh musste sie im Haushalt mithelfen, da ihre Stiefmutter in der Kohlenhandlung mit dem Vater arbeitete und ihn in den Kriegsjahren vertrat.

Nach dem Abitur 1948 folgte die Ausbildung zur Lehrerin an der Pädagogischen Akademie in Gengenbach. Durch ihre Unterrichtstätigkeit in der Nähe des Benediktinerklosters Beuron, das sie oft besuchte, wuchs in ihr immer mehr der Wunsch nach dem Ordensleben. 1953 trat sie in die Zisterzienserinneabtei Lichtenthal in Baden-Baden ein und legte in diesem Jahr auch die zweite Dienstprüfung für das Lehrfach an Grund-und Hauptschulen ab. Die Aufgabenbereiche in der Klosterschule, Sakristei und Bibliothek ließen ihr noch Zeit, die Lehrbefähigung für Englisch zu erlangen. Somit konnte sie auch in den neu eingeführten Hauptschulklassen unterrichten. Am 5. Januar 1955 erhielt sie bei der Einkleidung den Namen Maria Pia und damit den Papst Pius X. als Namenspatron. Auf die einfache Profess am 6. Januar 1956 folgte 1959 die feierliche Profess.

1974 übertrug ihr Äbtissin Lucia Reiss einen Forschungsauftrag zu den urkundlichen Quellen der Abtei Lichtenthal und bestellte sie 1978 zur Klosterarchivarin. Die daraus entstandene quellenkritische Geschichte der Abtei Lichtenthal erschien 1984 und 1985 in den Jahresbänden des Freiburger Diözesan-Archivs. Schon zuvor waren Artikel für die Cistercienser Chronik und danach, zwischen 1988 und 1998, die Beitragsreihe Das monastische Leben nach der Lehre des heiligen Bernhard von Clairvaux entstanden. Diese Reihe wurde in einer Kurzfassung und mit einer Einführung von Äbtissin M. Bernadette Hein 2003 publiziert und fand 2004 in der Schrift Jesus Christus in der Lehre des Heiligen Bernhard von Clairvaux eine christologische Ergänzung. Im Jubiläumsjahr 1995 erhielt Pia Schindele den Kulturpreises der Stadt Baden-Baden für ihre Veröffentlichungen zu Geschichte und Leben der Abtei Lichtenthal und der Region.

Auch noch nach ihrer Goldprofess am Dreikönigstag 2006 schrieb sie Aufsätze und Artikel und arbeitete trotz zunehmender Beschwerden und zwei Knieoperationen im Archiv, bis sie 2015 in die Krankenstation der Abtei umziehen musste. Sie starb am 25. Juli 2021 Während der Sonntagslaudes und wurde am 30. Juli 2021 in aller Stille auf dem Klosterfriedhof beerdigt.

gge, Aug. 2021


Daten:

Prof.: 6. Jan. 1956, 1959.

Werke:

Die Abtei Lichtenthal: Ihr Verhältnis zum Cistercienserorden, zu Päpsten und Bischöfen und zum badischen Landesherrn im Laufe der Jahrhunderte, in: Freiburger Diözesanarchiv 104 (1984), S. 19–166 und 105 (1985) S. 67–248 · vgl. regesta imperii

Literatur:

Nachruf.

Zitierempfehlung: Schindele, Pia, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 20.08.2021, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Schindele,_Pia

Vorlage:Page.name: SCHINDLE, Pia OCist (1929–2021) – Biographia Cisterciensis