Fech, Laetitia

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Laetitia Fech

Laetitia Fech OCist

4. Äbtissin der Zisterzienserinnenabtei Waldsassen seit 1995

* 21. Mai 1957 München

Laetitia Fech, Taufname Agathe, wurde 1957 in München als Tochter eines Altphilologen geboren und wuchs in Augsburg auf. Nach der Ausbildung zur Hauswirtschaftsmeisterin absolvierte sie ein Pädagogisches Jahr an der damaligen Pädagogischen Hochschule in München-Pasing und wurde Hauswirtschaftslehrerin. 1977 trat sie in die Zisterzienserinnenabtei Lichtenthal in Baden-Baden ein und wurde 1979 als Novizin eingekleidet. Nach ihrer Gesellenzeit und Meisterprüfung als Paramentenstickerin 1988 wurde sie 1988 bayerische Landessiegerin und erhielt für ihre herausragenden handwerklichen Leistungen die Goldmedaille. Von 1989 bis 1993 studierte sie Kunst an der privaten Kunstschule Seeger in München.

1995 übertrug M. Laetitia Fech die Stabilitas (die Klosterzugehörigkeit) auf Waldsassen. Am 26. August 1995 wurde sie vom Konvent auf Lebenszeit zur vierten Äbtissin von Waldsassen gewählt und erhielt am 3. Oktober von Bischof Müller die Benediktion.

Unter ihrer Leitung wurde mit der Generalsanierung des in baulicher, wirtschaftlicher und personeller Hinsicht fast vor dem Aus stehenden Klosters und dem Aufbau eines Begegnungszentrums begonnen. Inzwischen wurde die gesamte barocke Klosteranlage saniert und restauriert. Als neue Tätigkeitsbereiche entstanden neber der Mädchenrealschule mit Ganztagesbetreuung und der Stiftsbibliothek in ihrer Amtszeit ein Kultur- und Begegnungszentrum mit staatlich anerkannter Umweltstation, eine Paramentenstickerei, ein Gästehaus St. Joseph mit Klosterladen und eine Teeplantage.

Für ihr Wirken in der Denkmalpflege erhielt Äbtissin Laetitia mehrere Auszeichnungen.

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Daten:

Vest.: 25. März 1979 (Lichtenthal); Prof.: 25. März 1980, 1983; Abbatissa: el. 26. Aug. 1995, ben. 3. Okt. 1995 (Bf. Manfred Müller); Dev.: Die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft (Jesaja 40,31).

Auszeichnungen:

Bayerischer Verdienstorden; Bundesverdienstkreuz am Bande (2003); Pro meritis scientiae et litterarum des Freistaats Bayern (2005); Bayerische Denkmalschutzmedaille (2007); Bayerische Verfassungsmedaille in Silber (2009); Bayerische Verfassungsmedaille in Gold (2015).

Normdaten:

GND: 1020075627 · BEACON-Findbuch

Zitierempfehlung: Fech, Laetitia, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 25.2.2016, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Fech,_Laetitia