Nogues, Dominique

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Dominique Nogues

Dominique Nogues OCSO

5. Abt von Timadeuc 1922–1946; Generalabt und Abt von Cîteaux 1946–1951

* 14. Dez. 1879 Radenac, Bretagne
† 28. Nov. 1957 Timadeuc

Dominique Nogues war nach dem Besuch des kleinen Seminars in Ploërmel und des Großen Seminars in Vannes 1901 in das Noviziat der Zisterzienserabtei Timadeuc eingetreten und hatte 1903 die Profess abgelegt. Nach seiner Priesterweihe 1907 übernahm er verschiedene Aufgaben im Kloster, u.a. als Cellerar und Brüdermagister. 1912 wurde er als Superior in die Tochtergründung Petit-Clairvaux in Kanada gesandt. 1919 von dort zurückgekehrt, war er Prior in Timadeuc bis er 1922 zum Abt gewählt wurde.

Seit 1929 auch Generalvikars der reformierten Zisterzienser [»Trappisten«), leitete er, weil ein Generalkapitel wegen des Zweiten Weltkrieges nicht möglich war, nach dem Tod des Generalabts Herman-Jozef Smets 1943 kommissarisch den Orden, bis er selbst 1946 zum Generalabt und Abt von Cîteaux gewählt wurde. 1951 legte er sein Amt nieder und zog sich nach Timadeuc zurück.

Dominique Nogues hatte seine Abtei innerlich und äußerlich (Neubauten) reformiert, so dass die Zahl der Mönche durch zahlreiche Neueintritte von 57 auf 93 gestiegen war und auch andere Klöster in schwieriger Lage Rat bei ihm suchten. 1935 veröffentlichte er seine Schrift »Mariologie de Saint Bernard«, die vom Institut catholique in Paris ausgezeichnet und 1947 neu aufgelegt wurde. Während des Zweiten Weltkrieges hatte er immer wieder französischen Patrioten Unterschlupf in Timadeuc gewährt, was ihm in Frankreich hohes Ansehen und das Kreuz der Ehrenlegion einbrachte.

Ämter

1906–1912 Cellerar in Timadeuc
1907–1912 Brüdermagister und Sekretär
10. Nov. 1912 – 25. Juli 1919 Superior in Petit Clairvaux
25. Juli 1919 – 2. Juni 1922 Prior in Timadeuc
2. Juni 1922 – 1. Mai 1946 Abt von Timadeuc
1. Mai 1946 – 15. Sep. 1951 Generalabt

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Daten:

Prof.: 1. Nov. 1903, 21. Nov. 1906; Sac.: 25. Mai 1907; Abbas: el. 2. Juni 1922, ben. 19. Juli 1922, res. 1. Mai 1946; Abbas gen.: 1. Mai 1946 – 15. Sep. 1951.

Werke:

Mariologie de Saint Bernard. Tournai, Paris : Casterman, 1935, ²1947.

Bibliographie:

Le Révérendissime Père Abbé Général, Dom Dominique Nogues. In: COCR 8 (1946) 1–2. · La démission du Révérendissime Père Abbé Général Dom Dominique Nogues. In: COCR 14 (1952) 2–3. · Images du Révérend Pére Dom Dominique Nogues. In: COCR 20 (1958) 72–80. · Dictionnaire du monde religieux dans la France contemporaine. Band 3, La Bretagne. Paris (1990) S. 31.

Zitierempfehlung: Nogues, Dominique, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 14.2.2011, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Nogues,_Dominique