Sterz, Bernarda

Bernarda Sterz

Bernarda Sterz OCist

39. Äbtissin der Zisterzienserinnenabtei St. Marienstern, Panschwitz-Kuckau, 1927–1935

* 17. Nov. 1890 Leobschütz in Böhmen
† 25. Feb. 1935

Bernarda Sterz, Taufname Elisabeth, wurde am 17. November 1890 in Leobschütz in Schlesien (heute Głubczyce, Polen) geboren, wo ihr Großvater lange als Lehrer tätig gewesen war (in Thomnitz), kam aber schon als Kind mit ihrer Familie nach Dresden, wo ihr Vater ein größeres Kaufmannsgeschäft betrieb (noch zur Zeit ihrer Wahl zur Äbtissin). In das Kloster St. Marienstern trat sie am 13. Januar 1911 ein, die feierlichen Gelübde legte sie am 23. April 1912 ab.

Vor ihrem Klostereintritt hatte sie in Breslau die Prüfungen für das Lehramt in der Volksschule und höheren Mädchenschule abgelegt und setzte nach ihrem Eintritt ihre Tätigkeit in der dortigen Mädchenschule und als Lehrerin für die englische Sprache im Institut fort.

Am 30. Dezember 1927 unter dem Vorsitz des Visitators des Klosters St. Marienstern, Abt Dr. Theobald Scharnagl von Ossegg, als Nachfolgerin der am 25. Dezember 1927 verstorbenen Anna Franziska Lang zur Äbtissin gewählt, wurde sie am 14. Februar 1928 von Abt Scharnagl benediziert. Vertreter des bischöflichen Ordinariats bei der Feier war Domdekan und Generalvikar Hartman.[1] Als Wahlspruch wählte Äbtissin Bernarda Soli Deo honor et gloria (Gott allein sei Ehr und Lob), als Symbol der Friedenstaube.

Während ihrer Amtszeit wurde das Klostergebäude mit einer Heizung versehen. Im Hauskonvent und Kreuzgang wurden nicht nur die Malerei, sondern auch Bilder und Statuen renoviert, in der Stiftskirche selbst die Malerei erneuert und die Kirchenfenster neu hergestellt, ebenso die Maßwerkarbeit instandgesetzt.

Sie starb am 25. Februar 1935, nach nur achtjähriger Tätigkeit und im Alter von 44 Jahren, an einer Herzkrankheit und wurde am 28. Februar auf dem Klosterfriedhof beerdigt. Nachfolgerin: Katharina Pischel.

gge, März 2024

  1. Alexander Hartmann (1856–1941), infulierter Dekan des Domkapitels St. Petri zu Bautzen, Apostolischer Protonotar a.i.p. Bischof Schreiber war zu dieser Zeit auf einer Reise in Amerika.

Daten:

Vest.: 23. Jan. 1911; Prof.: 23. April 1912; Abbatissa: el. 30. Dez. 1927, ben. 14. Feb. 1928; Dev.: Soli Deo honor et gloria (Gott allein sei Ehr und Lob).

Literatur:

Sächsische Volkszeitung, 3. Januar 1928, 26. Februar 1935.

Zitierempfehlung: Sterz, Bernarda, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 21.03.2024, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Sterz,_Bernarda

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