Stumpf, Benno

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Benno Stumpf OCSO

Benno Stumpf OCSO

Abt von Engelszell 1953–1966

* 1897 Mönchherrnsdorf, Kr. Bamberg
† 19. Okt. 1966 bei Belfort, Elsass

Benno Stumpf musste 1944 mit seinem Konvent das Kloster Mariastern bei Banja Luka in Bosnien verlassen, dessen Cellerar er gewesen war. Das Bezirksgericht in Banja Luka entzog ihm in Abwesenheit, wie auch Abt Bonaventura, im April 1946 wegen „Zusammenarbeit mit den Besatzern“ die politischen und individuellen Bürgerrechte für die Dauer von drei Jahren (6. April 1946, Nr. KO 862/46). Der Oberste Gerichtshof in Sarajevo bestätigte die Entscheidung am 31. Juli 1946.

Über die Zwischenstation Maria Veen kam er 1952 nach Engelszell. 1952–1966 Superior ad nutum, 1953–1966 Abt von Engelszell; Konsistorialrat;

Unter Abt Benno wurden von 1953 bis 1957 die Kirche und die Abteigebäude generalrestauriert. Ihm ist es zu danken, dass der wagemutige Schritt zur Ausgestaltung der leeren Deckenfläche in der Stiftskirche mit einem Fresko in der Formensprache des 20. Jahrhunderts unternommen wurde: „Die neun Chöre der Engel mit Maria als ihrer Königin“ von Prof. Fritz Fröhlich

Abt Benno ist 1966 bei Belfort im Elsass mit dem Auto tödlich verunglückt, gemeinsam mit Abt Andreas Schmidt von Mariawald; der ebenfalls im Fahrzeug befindliche Abt von Oelenberg, François Rubrecht, wurde schwer verletzt.

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Daten:

Cand.: 14. Aug. 1912; Vest.: 1. Nov. 1912; Prof.: 8. Dez. 1914, 6. Jan. 1920; Sac.: 26. Dez. 1922.

Literatur:

Engelhartszell feiert seinen Abt. Zur Vollendung des 60. Lebensjahres von Abt Benno Stumpf. Linzer Volksblatt 1957 Nr. 75 · Der Abt von Engelszell tödlich verunglückt. Linzer Kirchenblatt Jg. 22 (1966), Nr. 44 · Mühlviertler Nachrichten Jg. 77 (1966), Nr. 43 · Rieder Volkszeitung Jg. 76 (1966), Nr. 43

Zitierempfehlung: Stumpf, Benno, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 8.1.2016, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Stumpf,_Benno