Kline, Francis

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Francis Kline ocso

Francis Kline OCSO

3. Abt von Mepkin, Organist

* 21. Dez. 1948 Philadelphia
† 27. Aug. 2006 Mepkin Abbey, Moncks Corner, S.C.

Francis Kline, Taufname Joseph Paul, wurde 1948 in Philadelphia als Sohn von Joseph Paul Kline II und dessen Ehefrau Vanetta Hiltner Kline aus Brigantine, New Jersey, geboren. Er besuchte die Nativity of the Blessed Virgin Mary Elementary School und die von Jesuiten geführte St. Joseph Preparatory School. Seit dem zehnten Lebensjahr spielte er in Gottesdiensten die Orgel und gab mit fünfzehn sein erstes Orgelkonzert. Nach dem Orgelstudium bei Alexander McCurdy am Curtis Institute in Philadelphia schrieb er sich an der renommierten Julliard School in New York ein, wo der bekannte Kirchenmusiker Vernon de Tar sein Lehrer wurde. Noch als Student führte er 1970/71 in verschiedenen New Yorker Kirchen das komplette Orgelwerk Johann Sebastian Bachs auf (das auch aufgezeichnet und im Radio gesendet wurde) und gab weitere vielbeachtete Konzerte.

1972 trat er in die Zisterzienserabtei strengerer Observanz („Trappisten“) Gethsemani in Kentucky ein. Nach der Profess studierte er am päpstlichen Athenäum Sant’Anselmo in Rom (STB 1984) und wurde 1986 zum Priester geweiht und noch im selben jahr Novizenmeister in Gethsemani. 1990 postulierten ihn die Mönche von Mepkin, einer Tochter von Gethsemani, zum Abt und Bischof David B. Thompson benedizierte ihn am 19. März 1990.

Als Mönch und Abt hielt Francis Kline Retreats und war auch wieder als Organist tätig. Für die Diözese Charleston war er in den 90er Jahren in verschiedenen Gremien tätig und verfasste mehrere Schriften und Bücher zu patristischen, spirituellen und liturgischen Themen. Als Abt übernahm er die Paternität über das Frauenkloster Nuestra Senora de la Esperanza in Equador. Als Bauherr ließ er in Mepkin eine neue Abteikirche, eine Bibliothek, ein Tagungshaus und einen Wohnbereich für ältere und pflegebedürftige Mitbrüder errichten. Aus Umweltschutzgründen wurde Mitte August 2006 ein 3000 Acres großes, dem Kloster gehörendes Gelände unter Naturschutz gestellt.

Francis Kline starb am 27. August August 2006 an Leukämie und wurde am 30. August auf dem Klosterfriedhof beerdigt. Zu seinem Nachfolger wurde der Cellerar Stanislaus Gumula gewählt.

2013 wurden in Mepkin das St. Francis Retreat Center und die Fr. Francis Kline Memorial Chapel eingeweiht.

gge, Februar 2017


Daten:

Sac.: 1986; Abbas: ben. 19. März 1990.

Werke:

s. Werkverzeichnis

Literatur:

„Dom Francis Kline,“ in The American Organist, 1. Nov 2006 · Diocese mourns passing of Abbot Kline. The Catholic Miscellany, September 1, 2006 · Nachrufe.

Zitierempfehlung: Kline, Francis, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 29.7.2017, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Kline,_Francis

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