André du Pape

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

André du Pape

André du Pape

20. Abt des Klosters Cambron 1376–1395

† 1394/96

André du Pape wurde vor seiner Wahl zum Abt von Cambron Andreas von Brüssel genannt, was vermuten lässt, dass er aus dieser Stadt stammte. Den Beinamen „du Pape“ (vom Papst) erhielt er, weil er gezwungen war, sich (für hohe Kosten[1]) vom Papst bestätigen zu lassen. Wegen Dissenzen im Konvent nur mit knapper Mehrheit gewählt, reiste er mehrmals nach Avignon, um dort seine Konfirmation zu erreichen, die ihm Papst Gregor XI. schließlich auf Fürsprache des Grafen von Flandern und des Herzogs von Burgund gab. Auch die Benediktion erhielt er durch den Diözesanbischof in Avignon. Am 16. Juni 1376 kehrte Abt Andreas nach Cambron zurück.

Im Kloster ließ er mehrere Bauarbeiten fertigstellen, auch an der Abteikirche. Das Dormitorium ließ er auf 70 Räume erweitern. Während seiner Regierungszeit erhielt die Abtei von Walter von Castellin, Herr von Lendeilles (Landelies), das unbefristete Recht, unentgeltlich den für die Klosterdächer benötigten Schiefer aus seinem Steinbrauch zu entnehmen. Mit Datum 13. Juni 1377 gewährte Abt Jean de Barbanson von Aulne der Abtei Cambron das Abbaurecht für den Schieferbruch in Fumaing wieder, das schon zu alten Zeiten bestanden hatte, aber außer Gebrauch gekommen war.

Abt Andreas starb am 23. August 1396; nach der Chronik von Marc Noël am 28. August 1394.

gge, Okt. 2017

  1. Nach Monnier erhielt auch der Kardinal von Cîteaux, Jean de Bussières, 100 Franken.

Literatur:

Monnier, Clément: Histoire de l'abbaye de Cambron, in: Annales du Cercle archéologique de Mons XIV (1876), S. 93–94 · Smet, Joseph-Jean de: Cartulaire de l'abbaye de Cambron, in: Monuments pour servir a l'histoire des provinces de Namur, de Hainaut et de Luxembourg, tome deux, première parte. Bruxelles: M. Hayez, 1869, S. VIII.

Zitierempfehlung: André du Pape, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 12.10.2017, URL: http://www.biocist.org/wiki/Andr%C3%A9_du_Pape