Göldlin, Beat

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Beat Göldlin

Beat Göldlin

Abt der Zisterzienserabtei St. Urban 1627–1640

† 11. Mai 1640 St. Urban

Beat Göldlin, geboren vor 1570, war möglicherweise ein Enkel des Kaspar Göldlin, der 1556 das Burgrecht von Zürich aufgab und 1580 Hintersasse in Sursee wurde. Er muss vor 1570 geboren worden sein, denn nach seinem Tod heißt es über ihn: jam gravis ætate plus quam septuagenarius mortis debitum solvit. Ebensowenig bekannt wie seine Herkunft sind die Daten seines Klostereintritts, der Profess und der Priesterweihe. 17 Jahre hielt er sich auf auswärtigen Pfarrstellen auf und hatte deshalb Probleme mit der Klosterdisziplin.

1603 war er Pfarrer in Knutwil; das Visitationsprotokoll von 1608 hält fest, er sei unfähig und unmäßig im Trinken. 1612 wird er Pfarrer in Luthern, 1619 kehrte er unwillig und erst nach Strafandrohung durch den Generalvikar der Oberdeutschen Kongregation, Abt Petrus Miller von Salem, ins Kloster zurück. 1620 zum Großkellner bestellt, hatte er dieses Amt bis zu seiner Abtwahl am 2. Juni 1627 inne. Die Bestätigungsurkunde des Generalabtes Pierre Nivelle von Cîteaux trägt das Datum 23. Juli 1627.

Kurz nach seiner Wahl erneuerte Abt Beat das Bürgerrecht mit Bern, Luzern und Zofingen. Während seiner Regierungszeit ließ er die Klosterkirche neu ausmalen und 1639/40 sechs neue Glocken gießen. Er starb am 11. Mai 1640 und wird in zwei Nekrologen in Bezug auf die Kirchenausmalung lobend ecclesiæ nostræ restaurator genannt.

gge, Feb. 2019


Daten:

Abbas: el. 2. Juni 1627.

Literatur:

Helvetia Sacra III/3, S. 415–416 (Anton Gössi) · Häfliger, Alois (Hrsg.): Sankt Urban 1194–1994. Ein ehemaliges Zisterzienserkloster. Bern: Benteli, 1994.

Zitierempfehlung: Göldlin, Beat, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 5.2.2019, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/G%C3%B6ldlin,_Beat