Martinez, Maria del Mar

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Maria del Mar Martínez

María del Mar Martínez OCist

Äbtissin des Klosters Las Huelgas 2002–2013; Äbtissin Präses der kastilischen Zisterzienserinnenkongregation 2007–2013

* 08. Sep. 1949 Outara, Lugo
† 25. Nov. 2013

María del Mar Martínez López, Taufname Elena, wurde am 8. September 1949 als jüngstes von sechs Kindern einer nicht sehr vermögenden Familie in der Pfarrei Santa María de Outara in der spanischen Provinz Lugo geboren. Sie besuchte die Schule „Vergine Bambina“ der Franziskanerinnen vom Hl. Kreuz in Valladolid und trat dann als Postulantin in die Zisterzienserinnenabtei Santa María La Real de Huelgas ein. 1966 als Novizin eingekleidet, legte sie 1967 die einfache Profess ab und wurde zur Lehrerin ausgebildet. Nach der feierlichen Profess 1971 wurde sie zur Novizenmeisterin ernannt.

Nachdem sie 24 Jahre lang das zur Abtei gehörende Colegio geleitet hatte, wurde sie am 28. Dezember 2002 zur Äbtissin gewählt. Während ihrer Amtszeit wurden die Konvente zweier kleinerer, von der Auflösung bedrohter Zisterzienserinnenklöster vom Kloster Las Huelgas übernommen: San Quirce e Santa Julita in Valladolid (2006, aufgelöst 2016) und Nostra Signora di Alconada Ampudia in Valencia. 2007 wurde der im Kloster der neue Kreuzgang eingeweiht.

Äbtissin María del Mar nahm sie an den Kapiteln der 1994 wiederhergestellten kastilischen Zisterzienserinnenkongregation[1] teil und wurde 2007 auf dem 4. ordentlichen Kongregationskapitel zur Äbtissin Präses der 2006 vom hl. Stuhl als weibliche Zisterzienserinnenkongregation anerkannten Kongregation gewählt (bis 22. Mai 2013).

Im Juli 2009 wurde Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Mutter María del Mar wurde einer Notoperation unterzogen, gefolgt von einer Chemotherapie. Ihre Krankheit hinderte sie jedoch nicht, ihre Tätigkeit in der Abtei und der Kongregation fortzusetzen. 2009 nahm sie an der Ordenssynode in Rom teil und 2010 am Generalkapitel, das Mauro-Giuseppe Lepori zum Generalabt wählte. Die Teilnahme an der Ordensynode 2012 wurde durch die Krankheit verhindert.

Nachdem sich bei einer Operation im Januar 2013 gezeigt hatte, dass sich der Krebs weiter ausgebreitet hatte, verzichtete Äbtissin María del Mar auf eine weitere Chemotherapie und starb am 25. November 2013.

gge, Okt. 2017

  1. Congregatio S. Bernardi seu de Castella, gegründet 24. Oktober 1425, wiederhergestellt 8. Dezember 1994, bis 2007 geleitet von Generalabt Maur Esteva als Pro-Präses.

Daten:

Abbatissa: Vest.: 1966; Prof.: 1967, 1971; el. 28. Dez. 2002.

Literatur:

Eugenia Pablo Esteban: Madre María Del Mar Martínez López (1949–2013), in: Associazione Nuova Citeaux: Rivista Vita Nostra Nr. 1/2014, S. 123–126.

Zitierempfehlung: Martinez, Maria del Mar, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 11.10.2017, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Martinez,_Maria_del_Mar