Rogner, Edmund

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Edmund Rogner

Edmund Rogner

12. Abt des Zisterzienserstiftes Schlierbach 1870–1874

* 27. April 1819 Großgerungs, Niederösterreich
† 24. Sep. 1874

Anton Rogner wurde 1819 in Hippholtz, Gemeinde Großgerungs, als Sohn des Schustermeisters Lorenz Rogner geboren. Nach einigen Semestern Jurastudium soll er sich zunächst im Stift Zwettl aufgehalten haben, hatte sich dann aber in das Noviziat des Stiftes Lilienfeld aufnehmen lassen (3. Sep. 1842). Von dort wechselte er im September 1844 nach Schlierbach, wo er 1847 die Profess ablegte. Nach seinem Theologiestudium (wahrscheinlich in Linz) empfing er am 20. Juli 1848 durch Fürsterzbischof Schwarzenberg von Salzburg die Priesterweihe (Primiz 20. Aug. 1848 in Schlierbach).

Nach der Priesterweihe war Rogner in verschiedenen Ämtern und Positionen tätig: Kooperator in Klaus vom 29. November 1849 bis 4. Juni 1851, ab 4. Juni 1851 Provisor in Klaus, 3. August 1851 bis 1857 Kooperator in Schlierbach. Desweiteren war er Novizenmeister, Bibliothekar und Mitadministrator, gab dieses Amt jedoch 1857 auf, weil er sich von P. Nivard Kohlendorfer in seinem Aufgabenbereich eingeengt fühlte. Vom 3. Juli 1857 bis 1860 war er Kooperator in Kirchdorf, vom 26. Dezember 1860 bis 14. August 1861 Subsidiar in Frankenburg und seit dem 9. September 1861 Provisor in Nußbach. Als solcher am 20. Juni 1871 unter dem Vorsitz des Linzer Diözesanbischofs Rudigier zum 12. Abt gewählt, empfing er am 21. Juni 1871 durch Bischof Rudigier die Benediktion.

Rogners Regierungszeit als Abt von Schlierbach war mit nur drei Jahren zu kurz, um bleibende Spuren zu hinterlassen. Er starb am 24. September 1874 an einem chronischen Herzleiden. Die Beisetzung erfolgte am 28. September unter der Leitung von Abt Alois Dorfer von Wilhering.

Bekannt ist, dass Abt Rogner gute Kenntnisse im Rechts- und Verwaltungswesen hatte und deshalb häufig auch außerhalb seines Klosters als Ratgeber gefragt war. Nach seinem Tod wurde das Stift abermals durch Administratoren verwaltet, weil man wegen der geringen Mitgliederzahl des Konvents von einer neuen Abtwahl absah.

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Daten:

Vest.: 4. Okt. 1845 (Schlierbach); Prof.: 16. Sep. 1847; Sac.: 20. Juli 1848; Prim.: 20. Aug. 1848 (Schlierbach); Abbas: el. 20. Juni 1871, ben. 21. Juni 1871.

Literatur:

Etzlstorfer, Hannes: „Die Kunstsammlungen des Stiftes Schlierbach,“ in: 650 Jahre Stift Schlierbach, Red. P. Ludwig Keplinger OCist, Schlierbach 2005. · Hofinger, Benedict: „Schlierbach,“ in: Beiträge zur Geschichte der Cistercienserstifte, Wien 1891, S. 392–405, bes. S. 403. · [Zeller, Florian]: Das Zisterzienserstift Schlierbach im Kremstale, Schlierbach [1920], S. 51–52.

Zitierempfehlung: Rogner, Edmund, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 26.3.2014, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Rogner,_Edmund