Asam, Kaspar

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Kaspar Asam

Kaspar Asam

Abt des Klosters Säusenstein 1673–1676

* 31. Dez. 1632 Mödling
† 21. Aug. 1676 Melk

Kaspar Asam wurde 31. Dezember 1632 in Mödling bei Wien, Niederösterreich, geboren. Er trat in die Zisterzienserabtei Heiligenkreuz ein, wurde am 29. September 1650 als Novize ein­gekleidet und legte am 29. September 1651 die Profess ab. Philosophie und Theologie studierte er an der Universität Wien und feierte am 4. August 1658 seine Primiz.

Danach war er vom 26. August 1658 bis zum 26. November 1666 Bibliothekar, 1659 bis 1666 auch Novizenmeister und Beichtvater der Konventualen, vom 1. Jänner 1660 bis zum 31. März 1671 Provisor von Mayerling, vom 11. Juni 1661 bis Herbst 1663 Konviktspräfekt und vom 23. Juni 1662 bis 31. März 1671 Abtsekretär. Vom 23. August 1664 bis zum 26. November 1666 war er Subprior und vom 26. November 1666 bis zum 31. März 1671 Prior.

Am 10. April 1671 wurde er vom Aministrator und Vaterabt Klemens Scheffer[1] als Prior und Vizeadministrator des verwaisten Stiftes Säusenstein (Gottesthal) ein­gesetzt. Am 12. Jänner 1673 von Scheffer als Abt eingesetzt, wurde er am 23. Mai in Heiligenkreuz infuliert[2], durch den inzwischen zum Generalvikar mit Benediktionsvollmacht ernannten Klemens Scheffer[3].

Asam gelang es, mit der Hilfe und als verlängerter Arm Scheffers, als Vizeadministrator und Abt, die Schulden Säusensteins fast komplett zu tilgen. Er konnte mit dem Neubau des Konventsgebäudes beginnen, starb jedoch schon nach dreijähriger Regierung, am 21. August 1676, auf der Heimreise von Wien in Melk an Dysenterie und wurde in der Stiftskirche Säusenstein in der Mitte des Chores begraben. Die Sanierung Säusensteins in geistiger Hinsicht blieb daher seinem Nachfolger Benedikt Wiersberg überlassen.

gge, Nov. 2017

  1. Scheffer hatte die Administration 1667 von Abt Bernhard Breil von Baumgartenberg übernommen.
  2. Assistenten waren die Äbte Matthäus Eisenbarth von Neukloster und Anselm Schiring OSB von Mariazell.
  3. Die Benediktion war Scheffers erste Amtshandlung als Generalvikar.

Daten:

Vest.: 29. Sep. 1650; Prof.: 29. Sep. 1651; Prim.: 4. August 1658; Abbas: nom. 12. Jan. 1673, ben. 23. Mai 1673.

Literatur:

Erdinger, Anton: Geschichte des aufgehobenen Cisterzienser-Stiftes Säusenstein in Niederösterreich, in: Blätter des Vereines für Landeskunde von Niederösterreich, Band 10, Wien 1876, S. 271–289, hier: 281–282 · Watzl, Florian: Die Cistercienser von Heiligenkreuz, in chronologischer Reihenfolge nach den Quellen dargestellt. Styria, Graz 1898, S. 97–98 · Schücker, Walter: Abt Klemens Scheffer von Heiligenkreuz als Vater Abt und Generalvikar der österreichischen Zisterzienserklöster. Theol. Diss. Wien 1941.

Zitierempfehlung: Asam, Kaspar, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 16.11.2017, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Asam,_Kaspar