Meinhart, Leonhard

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Leonhard Meinhart

Leonhard Meinhart

44. Abt des Klosters Schöntal 1635–1636

† 17. Okt. 1636

Johann Leonhard Meinhart (Meynhard), geboren in Heuchlingen, wo sein Vater deutschherrischer Amtmann war, hatte in Mainz und Ingolstadt Jura studiert, bis ihm die Mittel ausgingen und er in das Zisterzienserkloster Schöntal an der Jagst eintrat. Zum Studium nach Würzburg geschickt, erwarb er dort den Magistergrad, wurde Subprior in Schöntal, dann Probst in Gommersdorf und am 5. Februar 1635 unter dem Vorsitz des vertriebenen Walkenrieder Abtes Christoph Kölich zum Abt des nach den Wirren des Kriegs wieder von acht Mönchen besetzten Klosters gewählt. Um den Konvent wieder zu mehren, nahm an zeitweise Konventualen aus anderen Klöstern und aus den niederen Klosterschulen Novizen auf.

Leonhard Meinhart war nicht ganz zwei Jahre im Amt. Wegen der immer noch fortdauernden Kriegsunruhen erhielt er nicht einmal die Benediktion. Er starb am 17. Oktober 1636, wurde in der Klosterkirche bestattet und hatte Christoph Haan zum Nachfolger.

gge, Jan. 2019


Daten:

Abbas: el. 5. Februar 1635.

Literatur:

Schönhuth, Ottmar Friedrich Heinrich: Chronik des Klosters Schönthal. Mergentheim: Thomm, 1850, S. 156 · Kremer, Bartholomäus: Series abbatum et memorabilia monasterii Speciosae Vallis [S. l.], [1636–1661], in: Quellensammlung der badischen Landesgeschichte 4 (1867) 142–164 (Original: Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., Hs. 663).

Zitierempfehlung: Meinhart, Leonhard, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 15.1.2019, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Meinhart,_Leonhard