Skoroszewski, Georg

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Georg von Habdank-Skoroszewski

Georg von Habdank-Skoroszewski

Abt des Klosters Pelplin 1688–1702

† 9. Juni 1702

Georg Skoroszewski, vom Wappen Habdank, stammte aus dem Posenschen und war am 5. September 1670 in die Zisterzienserabtei Pelplin eingetreten. Am 8. Dezember 1671 legte er die Profess ab, empfing am 8. Juli 1675 in Culmsee [Chełmża] die Priesterweihe und wurde 1678 zum Prior ernannt. Seine Wahl zum Abt fand am 1. Juni 1688 statt, die Benediktion am 19. Juni. Den Wahlakt leitete der Ordenskommissar Abt Johann Zapolski von Ląd, assistiert von Abt Anton Hacki von Oliva. Als Apostolischer Notar fungierte Johann Friedrich von Lerchenthal. Ebenfalls anwesend waren mehrere hohe kirchliche und weltliche Würdenträger, darunter Ladislaus Łos, Palatin (Woiwode) von Pomerellen, ein Verwandter (Bruder?) des verstorbenen Abtes Ludwig Łos. Skoroszewski erhielt 30 von 34 Stimmen. Bereits am 16. Juni 1689 bestätigte Generalabt Jean Petit von Cîteaux die Wahl.

Skoroszewski führte die von seinem Vorgänger begonnenen Restaurierungsarbeiten zuende. Die Kreuzgänge erhielten neue steinerne Fliesen und neue Bilder mit biblischen Darstellungen. Dem Konvent vermachte er 1700 ein Legat von 30.000 Gulden, die nach seinem Tod zu gemeinsamen Bedürfnissen verwendet werden sollten. Staatlicherseits wurden seine Verdienste durch die Verleihung des Titels eines Königlichen Sekretärs anerkannt.

Er starb – nach vielen Mühen und Sorgen um das Wohl des Klosters[1] – am 9. Juni 1702, nachdem er – wahrscheinlich auf Wunsch König Augusts II. – den Kulmer Domherrn Thomas Czapski zu seinem Koadjutor mit dem Recht der Nachfolge ernannt hatte.

Romuald Frydrychowicz, rev. gge, Okt. 2019

  1. Nekrolog, Sp. 13: „multum laboravit pro monasterio et bonis eius“.

Daten:

Prof.: 8. Dez. 1671; Sac.: 8. Juli 1675; Abbas: el. 1. Juni 1688, ben. 19. Juni 1688.

Literatur:

Frydrychowicz, Romuald: Geschichte der Cistercienserabtei Pelplin und ihre Bau- und Kunstdenkmäler, Düsseldorf 1905, S. 109–110.

Zitierempfehlung: Skoroszewski, Georg, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 18.10.2019, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Skoroszewski,_Georg