Chalagiraud, Bernard

Biographia Cisterciensis – Dictionary of Cistercian Biography online

Bernard Chalagiraud

Bernard Chalagiraud OCist

Konventualprior von Cuxa 1944–1945, 7. Abt von Lérins und Abtpräses der Kongregation von Sénanque 1945–1958

* 08. März 1895 Clermont-Ferrand
† 26. Nov. 1958

Marie-Bernard Chalagiraud, Taufname Antoine Elie Philibert Léon, wurde am 8. März 1895 in Clermont-Ferrand als Sohn des Landwirts Jean Chalagiraud und seiner Frau Michelle Forgès geboren. Seine für militärische Anforderungen zu geringe Körpergröße bewahrte ihn 1914 vor der Einberufung zum Wehrdienst. 1922 wurde er in seiner Heimatdiözese zum Priester geweiht und am 19. August desselben Jahres in die Zisterzienserabtei Lérins auf der Île Saint-Honorat vor Cannes aufgenommen. Dort war er Sekretär des Abtes Léonce Granet und Bibliothekar, bis er im August 1928 nach Sénanque geschickt wurde, um die Wiedereröffnung der seit der Vertreibung von 1904 verlassenen Abtei vorzubereiten.

In Sénanque blieb er ein Jahr. 1929 kam er in das Kloster Saint-Michel-de-Cuxa, in dem die zu Beginn des Jahrhunderts vertriebene Gemeinde von Fontfroide 1919 ein Exil gefunden hatte. Er war dort Novizenmeister und vom 5. April 1944 bis zum 12. Dezember 1945 Konventualprior. An diesem Tag wurde er als Nachfolger des verstorbenen François d’Assise Causse zum Abt von Lérins gewählt und kehrte dorthin zurück. Zugleich war er in dieser Funktion auch Abtpräses der Kongregation von Sénanque. Am 13. Januar 1946 erhielt er aus der Hand des Bischofs Auguste Gaudel von Fréjus die Benediktion. Bischof Gaudel ernannte ihn auch 1953 zum Ehrendomherrn (chanoine d’honneur) der Kathedrale von Frejus.

Schwierigkeiten seiner Amtszeit waren die ausbleibenden Neuzugänge (um welche zu gewinnen, wurde 1948 ein Kloster in Kanada gegründet) und schwerwiegende finanzielle Probleme, trotz der Wiedereröffnung der Brennerei nach dem Krieg. Dom Marie-Bernard nahm an den Generalkapiteln 1950, 1953 und 1958 teil, für die er auch Definitor war. Er starb am 26. November 1958. Sein Nachfolger wurde Bernard de Terris.

gge, Jan. 2020


Daten:

Sac.: 1922; Abbas: el. 12. Dez. 1945, ben. 13. Jan. 1946; Dev.: Tuus sum ego.

Literatur:

Viallet, Jean: Le monastère de Saint-Michel-de-Cuixa: Notes d'histoire, descriptions diverses. Roca-prades, 1957, 1964 · L’Abbaye de Lérins. Les Amis des Monastères N° 166, Paris, April 2011 · Angaben des Kapitels Frejus-Toulon.

Zitierempfehlung: Chalagiraud, Bernard, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 2.1.2020, URL: http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Chalagiraud,_Bernard